Freitag-15-August-2008

Seit Mittwoch Abend ist es von der Startseite aus zu begutachten, aber für alle, die sich daran gewöhnt haben, hier fündig zu werden – unser Video vom Kölner Mediapark und anschließendem WDR 2 Auftritt, bitteschön Videos ( Videos Fotos). Damit findet nach Teil 1 „Karlsruhe“ und Teil 2 „Ludwigshafen“ unsere Sommerfestival-Saga ihren würdigen Abschluss.

Wenn ihr die Zeit mitbringt und 15 Minuten erübrigen möchtet, könnt ihr euch auch alle 3 Episoden direkt hintereinander ansehen, um so die tiefer liegende Message dieses von vornherein als Trilogie angelegten Gesamtkonzeptwerks aufzusaugen…

Berauscht von Erkenntnis und Sinnesfreude schaltet ihr dann um 22:25 Uhr das Bayerische Fernsehen ein und wartet elektrisiert auf die Wiederkehr der bunten 5 bei „Songs an einem Sommerabend“.

Sonntag-10-August-2008

Nun sind wir zurzeit nicht wirklich in Sommerurlaub, aber die Taktzahl der Vormonate haben wir im August auch nicht zu absolvieren, so dass ein paar Tage zwischen unserem letzten Juli-Auftritt und der gestrigen Aufführung in Köln lagen. Wir hatten zum Glück noch alles drauf, Insider hätten sogar ein paar Neuerungen entdecken können, an denen wir in der vergangenen Woche fleißig herumgefeilt haben. Ob es aber in Köln schon GlasBlasSing Quintett Insider gibt, wissen wir nicht. Sicherlich sind wir nicht zum ersten Mal hier, aber das Rheinland – egal, ob nun am linken oder rechten Ufer – ist mit Musikern und Stimmungsbomben dermaßen überversorgt, dass man sich als „Überregionaler“ schon ein paar Mal mehr blicken lassen muss, um flächendeckend wahrgenommen zu werden. Immerhin um die 5000 Leute konnten wir gestern Abend im Kölner Mediapark erfolgreich auf uns aufmerksam machen und anschließend auf WDR 2 in der Sendung „Zugabe“ vielleicht noch mal ein paar mehr.

Der von der Moderatorin Sigrid Fischer fälschlicherweise unseren Instrumentenboxen zugeordnete Bierduft kam jedoch infolge des mehr als zufrieden stellenden ersten Abendabschnitts ausschließlich von uns persönlich – wir haben uns auf Veranstalterkosten mit gezapftem Kölsch aus Plastikbechern versorgen lassen, konnten es bei uns behalten und sind darüber ordentlich „in Laune“ gekommen. Wir hatten den Eindruck, dass es den Interviewpassagen nicht geschadet hat.

Wir beabsichtigen, in den nächsten Tagen eine selbst verfertigte Videozusammenfassung unseres WDR 2 Radiobesuches zu veröffentlichen. Bis Dienstag oder vielleicht auch Mittwoch müsstet ihr uns aber schon Zeit geben.

Wir sind zwar nicht wirklich in Sommerurlaub, aber ein bisschen dann doch…

Die im Kölner Mediapark residierende EMI-Zweigstelle wirbt in großen Buchstaben mit dem Slogan „Gute Musik ist besser“, was die Frage aufwirft, ob dann bessere Musik am besten sei, was gleichzeitig bedeuten würde, dass bessere Musik nicht gut ist… Ein Fall für die linguistische Orthopädie.

Wir empfehlen einen neuen Termin beim Werbestrategen.

Montag-28-Juli-2008

So was – da haben wir gestern echt LudwigsBURGer Straßentheater-Festival geschrieben. Die Caro hat ´s bemerkt und umgehend im Gästebuch an Position 331 publiziert. Wie kommen wir auf Ludwigsburg? 2005, Straßenmusik-Festival, wir haben den ersten Preis bekommen, das hat uns wohl mehr geprägt als wir dachten. Natürlich waren wir in den vergangenen Tagen nicht in Ludwigsburg, sondern auf dem grandiosen Straßentheater-Festival in Ludwigslust.

Hierzu gibt es morgen oder übermorgen auch einen kurzen Videobeweis.

Ansonsten freuen wir uns über den regen Betrieb im Gästebuch. Der Steven hat einen knuffigen Eintrag zusammengebastelt – die Xenia kann sich jetzt noch einmal über das Wort „knuffig“ freuen – der Beat weist daraufhin, dass sein Name tatsächlich so geschrieben wird, vermutlich hätten wir sonst gedacht, er wäre eigentlich eine Beate und die Maike wünscht sich das GlasBlasSing Quintett in Mannheim. Leider gibt ´s dafür noch keinen Termin. Wir hoffen aber, dass sich das ändert und wir dann eine Unterkunft in einer der Schachbrettstraßen bekommen. Es spart nämlich eine Unmenge Zeit, wenn man nur einen Buchstaben und eine Zahl ins Navigationssystem eingeben muss. Unsere momentanen Lieblingsstraßen: G8, P1, F6 bzw. K2, O2 und U2.

Unser momentaner Lieblingsauftrittsort ist die Katharinenruine in Nürnberg, in der wir uns gestern Abend tummelten. Ruine ist jedoch ein viel zu ungemütliches Wort für dieses schöne Bauwerk. Sicherlich, das Dach fehlt, aber wäre es noch drauf, müsste man es wegsprengen, um diesen ganz speziellen Blick in den Abendhimmel zu erhalten. So lange es nicht regnet, lässt sich sagen: Dächer sind überschätzt. Es sollte mehr Häuser in Cabrio-Ausführung geben.

Den nächsten Tagen schauen wir mit großer Vorfreude entgegen, dann bis zum 9. August haben wir so etwas wie frei. Wir werden ein bisschen die Gliedmaßen ausstrecken, staubsaugen und an neuen Songs proben, denn im Oktober setzen wir in Berlin unsere Reihe „Ein Kutter Buntes“ fort.

Im Oktober fahren wir auch zur „Lachmesse“ nach Leipzig, um einen Preis entgegenzunehmen. Dieser Preis hieß bis 2007 „Cabinet-Preis“ und mit Zweitnamen Ostdeutscher Kleinkunstpreis. Aus dem Zweitnamen wurde jetzt der Erstname, der Preis ist aber grundsätzlich der gleiche geblieben, wir erhalten ihn in der Sparte Musik und freuen uns angemessen darüber.

Vielleicht freut ihr euch ja ein bisschen mit.

Wer es schriftlich haben will, schaut in die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift „Eulenspiegel“.

Sonntag-27-Juli-2008

Gerade sind wir auf dem Weg nach Nürnberg. Zuerst einmal ins Hotel, es heißt heute „Deutscher Kaiser“, befindet sich aber in der Königstraße, hm…

Kurz nach dem gestrigen Regeninfo-Eintrag vibrierten unsere Telefone und man teilte uns mit, dass mit dem Plan geliebäugelt werde, uns in eine allseits überdachte Spielstätte zu übersiedeln, denn "Météo France" prognostiziere für 20 Uhr eine weitere Starkregenfront über Ludwigshafen. Da wir bei aller Flexibilität so kurzfristig flexibel hinsichtlich unserer Sounderfordernisse auch nicht sind, ließen wir "Météo France" "Météo France" sein und setzten auf den Faktor „wird schon“, was sich als die richtige Entscheidung herausstellte. Wir sind überzeugt, dass "Météo France" ein tadelloses Institut mit einer Latte von Verdiensten ist, gestern lag es aber glücklicherweise komplett falsch. In Ludwigshafen herrschte bis Tagesende zweifelsfreies Sommerwetter, unseren Hemden zeigten exakt den gleichen Schweißbefall wie am Vortag. Ebenfalls mit den Vortagswerten zu vergleichen waren Beschaffenheit und Qualität unseres Publikums - das Ludwigsburger Straßentheater-Festival ist ein rundum feines Ding, das möchten wir an dieser Stelle ausdrücklich betonen.

Einziger Wermutstropfen: nach unserem Auftritt gestern Abend war sämtliches Bier im Catering-Bereich leer getrunken – und um das unmissverständlich klar zu stellen, da wir diese Assoziationen gewohnt sind: Wir waren es nicht!! Die Festival-Leitung hatte wahrscheinlich zu viele „richtige“ Musiker gebucht und die Verköstigungslisten nicht sorgfältig genug abgeglichen. Sei ´s drum, ansonsten war alles hervorragend organisiert.

Noch einen Reiseeindruck: Die Bewohner der Autokennzeichen-Region SHA scheinen die interessante Tradition zu haben, sonntags zum Autobahn-nahen McDonalds zu fahren, um ihre Kinder und sich für eine möglicherweise brave Woche mit einem Fast Food-Gelage zu belohnen. Eine dermaßen belagerte McDonalds-Filiale haben wir selten erlebt, die Bude brummte mehr als die benachbarte und gut besuchte Autobahn. Auf dem überfüllten Parkplatz hier ein Schweizer Kennzeichen, dort eins aus Zittau – ansonsten aber geschlossen SHA beschilderte Familienkutschen. Liegt es an den explodierenden Gas- bzw. Strompreisen, an Unlust oder gar regionalem Unvermögen, dass die Herde in SHA-Land ausbleiben?

Wir als berufsbedingte Zwangsnutzer deutscher Autobahn-Gastronomie sahen uns erneut in unserer Forderung bestätigt, dass endlich mal eine Express-Kasse für Pommes-lose Bestellungen eingerichtet werden sollte, sonst kann nämlich von Fast Food nicht die Rede sein. Bis dahin gilt die alte Eindämmungstaktik: möglichst niemals in die Schlange mit Kindern oder deren Eltern stellen, die bestellen grundsätzlich das langsamste Essen.

Sonnabend-26-Juli-2008

Gerade geht übers nachmittägliche Ludwigshafen ein sommerlicher Starkregen hernieder. Wir hoffen, er hat einen kurzen Atem und weicht einem luftig-sanften Juliabend. Mit einer leichten Brise Frischluft allenthalben, nicht ganz so schwülstig schwer wie gestern, als selbst unserer Trockenpore Fritze ab dem vierten Lied die ersten Schweißtropfen den Brustbereich verfärbten.

Dass das Ludwigsburger Rathaus-Center keine architektonische Augenweide ist, wird jeder bestätigen, der es kennt. Wenn man es aber auf allen Balkonebenen und Diagonaltreppen mit gutgelaunten Menschen bestückt, macht es gut was her. Wenn diese Menschen sich dann auch noch zum Singen und Schunkeln bewegen lassen, denkt man, man wäre in Sanssouci.

Genau das möchten wir heute Abend noch mal erleben. Deshalb unsere Bitte an den Regen, sich umgehend und tunlichst nach Mannheim zu verziehen und das feine Ludwigshafener Straßentheater-Festival nicht weiter zu behelligen.

Montag-21-Juli-2008

Wir könnten sicherlich aufschreiben, wie es sich gestern Nachmittag beim Karlsruher „Das Fest“ auf der Theaterbühne angefühlt hat. Ihr könntet euch aber auch selbst eine Meinung bilden, z.B. durch Anklicken eines der folgenden Symbole live streaming download

Sonnabend-19-Juli-2008

Auch Endie bedankt sich herzlich für die Gästebuch-Geburtstagsgrüße vom Yannic. Mit dem Kopf durch die Wand – das kennt er ganz gut. Hat ja auch die entsprechende Stirn dafür…

Heute Morgen hat ´s hinter der Stirn ein wenig gebrummt, denn ein paar Getränke wurden gestern noch geleert, im Anschluss an unser BKA Doppelgastspiel vom Donnerstag und Freitag. Es kamen zweimal ausreichend Leute in den 5. Stock im Herzen Kreuzbergs, einige hatten im Vorfeld das Glück, einen Platz im langsamsten Fahrstuhl der Welt zu ergattern, alle anderen konnten etwas für ihre Körpersilhouetten tun. Guter Nebeneffekt für uns: die durch die sportliche Betätigung ausgeschütteten Endorphine sorgten von vornherein für beste Laune.

Ordentlich ins Schwitzen geraten sind wir dennoch: Die BKA Bühnenbeleuchtung macht keine halben Sachen. Wir wären nicht überrascht, wenn diesem engagierten Scheinwerferensemble demnächst eine beträchtliche Mitschuld an der Erderwärmung nachgewiesen wird.

Sonntag-13-Juli-2008

Hohenschönhausen ist ein Stadtbezirk im Osten Berlins, den man in der Regel nicht mit malerisch umgrünten Seen assoziiert, eher mit sozialistischen Wohnungsbauprogrammen. Doch jedem Marzahn wohnt ein Alt-Marzahn und jedem Hohenschönhausen ein Alt-Hohenschönhausen inne. In letzterem liegt der Orankesee, eine Perle im an Seen reichen Berlin.

Zum dritten „Seenfest“ hat sich der engagierte Förderverein des bildschönen Gewässers das GlasBlasSing Quintett gegönnt, so dass wir gestern Abend in Ufernähe auf einer von Strandkörben und Sonnenstühlen umringten Bühne herumhupen durften. Obwohl ja eigentlich Frank unser Hippie ist, hat Endie sich gestern hinreißen lassen und ist barfuß auf die Bühne gesprungen, was hinsichtlich der Stampfeinlagen nicht die überlegteste Entscheidung war.

Ansonsten lief die Sache rund. Wir hoffen, alle Anwesenden haben sich den 17. oder 18. Juli gemerkt, denn dann geht ´s geschlossen ins BKA-Theater in Berlin Kreuzberg, um sich „Liedgut auf Leergut“ noch mal vollständig anzusehen

Sonnabend-12-Juli-2008

Gestern Morgen bestiegen wir um 8:00 Uhr den Bus. Arbeitnehmer in „normalen“ Berufen werden das nicht weiter ungewöhnlich finden. Nun halten wir unseren Beruf unter dem Strich auch nicht für sonderlich ungewöhnlich (wenn man statt Flaschenmusiker schlicht Musiker sagt), dennoch ist für uns 8:00 Uhr etwas anderes als 8:00 Uhr für die „normal“ Arbeitenden. Das hat nichts mit Hallodri-tum zu tun. Wenn man in der Regel gegen 23:00 Uhr Feierabend hat, dann steht man nicht gleich wieder mit den Hühnern auf. Übersetzt auf den „normalen“ Arbeitsmarkt hieße das zwischen 2 und 3 Uhr nachts ins Badezimmer zu schlurfen. Nur mal so zum Vergleich.

Dennoch fuhren wir gestern Morgen um 8:00 Uhr erwartungsfroh ins niedersächsische Friesoythe, denn wir waren zum Firmenjubiläum der Bandweberei Güth & Wolf engagiert. Hier im hohen Norden spricht man Firma „Viermaa“ aus – aber keine Angst, da steht letztlich trotzdem nur ein Betrieb auf dem platten Land…

Die Kalauerei ist damit aber noch nicht zu Ende, Freunde:

Bandweberei Güth & Wolf - großartig dachten wir uns, da können wir uns als Band natürlich noch manch Knoffhoff abschauen. Leider gab es im Betrieb dann doch keine Abteilungen „Boygroup“, „Girlgroup“ oder „deutsche Texte mit Kerlen an den Instrumenten und attraktiver Frontfrau Poprock“, sondern Gurte, Schnürsenkel, Patientenbefestigungen bzw. Lesezeichen für Harry Potter Bücher.

Wir konnten die Bandweber mit einer geschlossenen Bandleistung überzeugen, es darf von einem gelungen A-Band gesprochen werden,

wenn wir nur nicht heute erneut um 8:00 Uhr in den Bus gemusst hätten, um pünktlich im Berliner Umland zum kompromisslos in die Mittagszeit verlegten Soundcheck zu erscheinen…

Mittwoch-9-Juli-2008

Einen recht späten aber wohl auch recht gelungenen Auftritt konnten wir uns gestern Abend beim Freiburger Zeltmusikfestival noch aus dem Kreuz leiern, dann sprangen unsere Akkus in den Ladenotwendigkeitsmodus. Das Angebot der im Großzelt erneut großartigen BASTAs, in Fortsetzung des denkwürdigen Vorabends noch ein, zwei Getränke zu verputzen, mussten wir aus müden Augen mit Bedauern auf ein anderes Mal verschieben. Aber nach sechs Tagen Festival-Tour dürfen auch die Standhaftesten mal schwächeln.

Wir nehmen uns jetzt mal zwei Tage Schönheitsschlaf und dann geht ´s weiter auf der never ending Heimatrundreise.

Dienstag-8-Juli-2008

Was wir und die Jungs von BASTA gestern auf der Zelt-Bühne beim „Honberg-Sommer“ in Tuttlingen erlebt haben, dass überstrapaziert jede Kuhhaut, auch die geräumigste!

Ein Publikum, das vom ersten „Tut-Tut“ bis zum letzten „Bab-Bab“ dermaßen auf der Höhe war, haben wir bisher so noch nicht erlebt, unsere Memory-Speicher können da wenig Vergleichbares hervorzaubern.

Entweder, wir sind hier in einer beunruhigend begeisterungsanfälligen Region unterwegs, oder es hat sich doch ein wenig Qualität in unsere Darbietungen eingeschlichen.

Das anschließende – man muss es schon Kollektivbesäufnis nennen – zwischen dem einen oder anderen BASTA und dem einen oder anderen GlasBlasSingele fiel entsprechend intensiv aus. Die, die eigentlich singen können und die, die eigentlich Instrumente können, kriegen beides irgendwann nicht mehr hin und haben dabei einen der schönsten Abende der Saison.

Aber wenn ´s passt, dann passt ´s eben!

Beim Frühstück eben saß ein beeindruckendes Gesichtsaltersheim zusammen.

Mal sehen, ob wir das heute Abend in Freiburg noch mal so hinbekommen.

Montag-7-Juli-2008

Viel vom „Heinerfest“ in Darmstadt haben wir gestern nicht wahrgenommen. Riesenrad und Fahrgeschäfte grad mal vom Hotelzimmerfenster aus, ansonsten nur unseren Bühnenbereich im Carree-Hof. Nicht, dass das „Heinerfest“ nichts taugt, wir waren einfach nur nach 3 Tagen „Songs an einem Sommerabend“ … fast hätten wir „im Arsch“ geschrieben … ein wenig früher müde als sonst. Dank des vorbildlichen Caterings der „Centralstation“ hat ´s dennoch für einen vernünftigen Auftritt gereicht. Von Song zu Song füllten sich die Reihen und sahen bis zum Schluss davon ab, sich wieder zu lichten. Am 19. September sind wir dann direkt in der „Centralstation“ noch mal in voller Länge zu erleben.

Dort wird unser Auftritt nicht von der weltberühmten Motorsportakrobatik-Familie Traber bzw. „Trahbeaa“, wie sie sich selbst ausspricht, umrahmt.

Dass das schon mal klar ist.

Sonntag-6-Juli-2008

Unfallfreier Auftritt gestern Abend – wenn man mal von Fritzes kleinem Plopp-Aussetzer im 2. Intro von „Lalelilolu“ absieht.

Trotz diverser Kürzungen gegenüber der Freitagsshow ging es auf der Banzer Klosterwiese wieder bis weit nach halb eins. Den 5000 Wiesenhockern schien das aber nur recht gewesen zu sein, sie hockten, standen, reckten und lümmelten sich auf ihren Decken und Isomatten bis zum letzten Ton - wie von uns erwartet Reinhard Meys „Gute Nacht, Freunde“. Frank und Endie haben an beiden Abenden im 3. Refrain wie vorgestern angeregt „Yogurette“ und „Mars“ gesungen, wahrscheinlich wird man ´s aber bei der Ausstrahlung am 15. August im BR nicht raushören, denn alle anderen hielten sich ans Original. Klaus Hoffmann hatte während der Probe noch die Variante „… und ein letztes Mal im stehen“ in petto, vielleicht hat er die ja auch an beiden Abenden eigenmächtig untergebracht.

Gegen 2 am heutigen Morgen gab es dann auf Einladung des Staffelsteiner Bürgermeisters noch eine zünftige Frränggische Brroddzeidd für alle Mitwirkenden. Für die schlanke Linie Metzgerskunst in seiner ganzen Vielfalt, selbst Salatliebhaber bekamen nicht einfach nur Grünzeug hingestellt. Es wurden keine Kosten gescheut und die Salatblätter durch Tranchen vom Rind ersetzt. Leider gab es zum Dessert nicht das von uns erhoffte Wurst-Eis.

Zum Abschied packten die fantastischen „Swingle Singers“ noch einmal ihre Goldkehlchen aus. Wohlklang im Ohr, zufrieden mit den Geschehnissen und gut zugemetzgerten Mägen sanken unsere Köpfchen in die Kissen unserer Klosterkemenaten. Draußen quoll das erste Morgenlicht herauf, manch Vöglein tirilierte, als wollt es selbst ein “Swingle Singer“ sein.

Wir schliefen ruckzuck ein.

Sonnabend-5-Juli-2008

Der Eintrag gestern hatte sich anfangs mit den fettgedruckten Zeilen FERNSEH-Probe geschmückt und dann vollkommen vergessen, weiter darauf einzugehen.

Deshalb heute zur Erklärung: Wir treten gerade auf bei „Songs an einem Sommerabend“, einem Liedermacher-Festival, welches traditionell vom Bayrischen Fernsehen aufgezeichnet und ausgestrahlt wird. Wir sind dabei, weil unser Spezl Bodo Wartke hier die große Nummer ist und uns als seine Spezial-, oder besser Spezl-Gäste, eingeladen hat.

Geplant war folgendes: Wir stehen auf einmal plötzlich auf der Bühne, hauen ein paar von unseren bewährten Stimmungsknallern raus und dann ploppen/tuten wir mit Bodo zusammen dessen „Lalelilolu“ dahin, dass es den Leuten auf der Wiese die Nackenhaare kräuselt. Dieser letzte Teil des Plans lief heute auch wie angedacht.

Blöd war nur, dass, während Bodo einen fein ziselierten Text über seine Bahnerlebnisse vortrug und wir im Hintergrund unsere Instrumente in Position bringen sollten, unser Peter mal eben – kawumms – mit gut gestimmtem Kasten in der Hand – einen grazilen Bühnenbauchklatscher hinlegte. Der lesende Bodo ward kurz unterbrochen, machte dann souverän weiter, während wir anhand der Wasserflecken auf der Bühne den Schaden einzuschätzen versuchten.

Peter sei hiermit bestätigt, dass er über das Maß des Vorstellbaren hinaus die Instrumente im Stimmungsspektrum halten konnte.

Nur nicht das E und das Dis Stern. Wegen des inkommensurablen Dis Sterns mussten wir dann „Mission Impossible“ unterbrechen, öffentlich zu Ungunsten des nicht benötigten Gis nachstimmen und noch mal von vorn loshupen.

Die Leute haben es uns nachgesehen.

Wir wären dennoch erfreut, wenn es genau dies in der Ausstrahlung am 15. August zu sehen gäbe. Da wir heute Abend noch mal ranmüssen – zur eigentlichen Hauptaufzeichnung – haben wir uns über den Tag zu überlegen, welchen noch besser zu verwertenden Unfall wir diesmal hinlegen könnten.

Peter übt schon diverse Falltechniken.

Freitag-4-Juli-2008

Es gab hier und da Leute aus dem persönlichen Umfeld, die für den gestrigen 3. Juli mit uns private Pläne hatten. Leute, die den Newsletter lasen und dachten: „Ach was, die ham ja frei am Dritten!“ Ham wir leider nicht jehabt. Am Dritten war große – wie Frank gerne sagt – FERNSEH-Probe für „Songs an einem Sommerabend“ in Bad Staffelstein im Norden Bayerns – und wer Bad Staffelstein sagt, muss wie aus der Pistole geschossen „Kloster Banz“ ergänzen. Das steht nämlich weithin gut sichtbar in der Landschaft.

Wie wir im Verlauf des gestrigen Abends herausfinden durften, ist „Kloster Banz“ der Zwillingsbruder von „Wildbad Kreuth“, d.h. ein wichtiger Tagungsort der bayrischen SED…

Moment… hoppla!, ... hihi,… ehem…

CSU.

Heute Abend geht ´s jedenfalls auf der gut besuchten „Kloster Banz“-Wiese laut Plakat auch ein ganz bisschen um uns, hauptsächlich aber um 22 Jahre gute Festival-Tradition, um Bodo Wartke – der die beiden kommenden Abende präsentieren wird – und um Reinhard Mey, weil der ganz oben auf dem Plakat steht…

Ab 14 Uhr haben wir uns heute an der Bühne zum Proben-Punkt „Reinhard Mey und alle Beteiligten“ einzufinden, was natürlich nach Absprachen für ´s Finalbild schnuppert. Und was böte sich für eine Reinhard Mey-immanente Schlussszene besser an als Reinhard Meys gut abgehangenes „Gute Nacht, Freunde“…?

Jetzt aber mal Obacht! Wir sind im Jahr 2008!

Rauchverbote all the way!

„… was ich noch zu sagen hätte, dauert eine Zigarette…!“

Reinhard: Vergisses!

Wir haben die Köpfe zusammengesteckt und können helfen:

„Gute Nacht Freunde / es ist Zeit für mich zu gehen / was ich noch zu sagen hätte / dauert eine Yogurette…

… und ein letztes Mars im Stehen…“

Mal sehen, ob er drauf eingeht…

an uns soll ´s nich liegen.

Montag-30-Juni-2008

Was gestern Abend nicht so gut lief: Über Punkt 1 müssen wir nicht im Detail reden. Wir finden, das Ergebnis spiegelt das Turnier wieder, deswegen darf man als deutscher Fußballfan kurzfristig enttäuscht, mittel- bis langfristig aber zufrieden sein mit den letzten drei Wochen.

Wir befanden uns in der auf den ersten Blick ungewöhnlichen Situation, während des Spiels in Belgien zu weilen. Jetzt kommt erstmal eine Aufzählung dessen, was gestern Abend gut lief. Über Punkt 1 muss dabei nicht im Detail geredet werden. Unser Auftritt beim Eupener Musik-Marathon war ein spanisches Mittelfeld – es fluppte wie Hulle. Belgischen Festivals (wir kennen auch das in Gent ganz gut) ist zu Eigen, dass die Backstage-Bereiche mit großzügigen Kühltruhen bestückt sind, in denen ausreichend wohl temperiertes Bier zu finden ist. Damit gut versorgt konnten wir feststellen, dass im Anschluss auf unserer gerade eben gut durchgerockten Bühne Platz geschaffen wurde für eine opulent dimensionierte Großbildleinwand. Dazu stellte man eigens für uns Sitzgelegenheiten in die erste Reihe, so dass wir besser nicht hätten mitfiebern können. Hat leider nichts genutzt.

Damit kommen wir zu den Dingen zurück, die gestern wie erwähnt nicht ganz so gut liefen:

Wenn wir schon auf einem belgischen Festival mit den erwähnten, großbäuchigen, bierreichen Kühltruhen spielen, dann sollte da auch belgisches Bier drinne liegen, Freunde, und keine Büchsen aus der Eifel – Festivalsponsor hin oder her - gerade, wenn man sich eine Flaschenmusik-Combo einlädt, darf etwas mehr Sensibilität erwartet werden, besonders, wenn es sich bei dieser um eine Kenner- und Gönnergemeinschaft belgischer Bierbrauerrungenschaften handelt, wie wir sie sind. Um da eine klare Position einzunehmen: engagierte man uns in Böhmen, hätten wir ´s gern süßlich-süffig, hält der Bus in Bayern, hat das Bier weiß wie Bastian Schweinsteiger zu sein, und in Belgien möchten wir ein Batallion „Pientjes“ vorfinden. Jawoll.

Der Eupener Musik-Marathon hatte seinen Höhepunkt jedoch nicht mit einem Auftritt des GlasBlasSing Quintetts aus Berlin oder dem anschießenden Public EM-Viewing aus Wien erreicht – Hauptattraktion war ein Quartett aus Berlin mit dem Europameister-würdigen Namen „Wir sind Helden“. Die hatten wir bisher noch nicht live erlebt, deswegen haben wir uns das mal angeschaut. Dass die schon dermaßen viele allseits bekannte Hits haben, war uns gar nicht so bewusst. Sind die sympathisch? Aber hoppla! Die können gar nicht anders, selbst, wenn sie wollten! Trotz: „Esh denkö, dassu fühls, esh fühlö, dassu wills, aba esh höa desh nesh, esh höa nua mesh…“ Gesangs.

Dann sind wir ins Bett.

Sonnabend-28-Juni-2008

Regelmäßige Einladungen in die Shows des Anderen zeichnen das Verhältnis zwischen dem Kollegen Bodo Wartke und uns aus. Wir bereichern dabei seine Shows gern durch geballte Buntheit, er begeistert unser Publikum zuverlässig mit flinken Versen und Fingern. Unsere Show-Reihe „Ein Kutter Buntes“ - in der wir immer unsere neuesten Bühnenarbeiten ausprobieren und in der uns der Bodo vor knapp einem Jahr mal ordentlich die Show stahl – stand nicht ganz unwesentlich Pate für das gestern erstmals veranstaltete „Bodo Wartke Spezial“ im Berliner „Werk 9“.

Natürlich war die Butze voll. Wie dem Bodo kurz vor Showbeginn von einem Gewährsmann zugeraunt wurde, läge der Frauenanteil diesmal sogar noch höher als sonst, man schätzte 75 %. Müsse wohl an uns liegen, scherzten wir im bedenklich temperierten Backstage-Bereich herum. Was die generelle Temperatur-Entwicklung betraf, braucht das „Werk 9“ den Vergleich mit unserem „Zebrano-Theater“ keinesfalls zu scheuen.

Wir hielten uns ans Konzept und spielten überwiegend Neues bzw. sogar Brandneues und durften unter anderem Zeuge von Bodos beginnenden Fähigkeiten auf der Ukulele werden. Während er in punkto Fingerfertigkeit gute Ansätze aber auch noch viel Spielraum nach oben offenbarte, war sein optisches Konzept stringent und durchdacht: gelbe Ukulele zum violetten Hemd – da hat jemand im Kunsterziehungsunterricht bei den Komplementärfarben gut aufgepasst. Wir schwören dennoch in der Ukulelen/Hemdfarbenabstimmung auf Ton in Ton. Musikalisch übrigens auch…

Bodos Publikum zeigte sich wie gewohnt ergeben und entzückt und ließ den Meister nicht so schnell von der Bühne. Man muss aber auch ganz eindeutig sagen: Zu Recht.

Vorm Zugabenblock haben wir erneut gemeinsam Bodos „Lalelilolu“ im Spezial GBSQ-Flaschen-Arrangement gespielt – als Generalprobe für „Songs an einem Sommerabend“ in Bad Staffelstein in der nächsten Woche. Der Bodo moderiert dieses exquisite Festival, und was hat er gemacht? Genau: uns auf einen Kurzauftritt eingeladen. Der Bayerische Rundfunk filmt das alles und strahlt die Höhepunkte am 15. August aus. Wenn ´s so läuft wie gestern, sind wir gewiss dabei.

Mittwoch-25-Juni-2008

Da war ´s dann gestern Abend doch noch voll im Zebrano-Theater, sieh mal einer an. Vermutlich ist so manch einem am Nachmittag aufgefallen, dass der Dienstag spielfrei ist und aus lauter Public Viewing Gewohnheit ging man eben zum Johlen, Mitklatschen, Eng-an-eng-Sitzen und Anfeuern des richtigen Teams ins Theater.

Wir haben bis zur letzten Minute alles aus uns rausgeholt, kein Hemd blieb trocken – aber Berichte über die Bühnentemperaturen im Zebrano-Theater sind ja dieser Stelle schon öfter abgeliefert worden. Da im Zuschauerraum vor einiger Zeit ein Deckenpropeller installiert wurde, ist das Erlebnis „Zebrano-Kleinkunstsauna“ kein gemeinschaftlich geteiltes mehr, wir wollen uns jedoch nicht beklagen.

Der Kollegin Martina Brandl wünschen wir heute Abend viel Glück bei ihrer Lesung, jedoch befindet sich auf der anderen Seite der Bühnenwand des Zebrano-Theaters die Beamer-Projektionsfläche der Zebrano-Bar. Möge es auf beiden Seiten reichhaltig Anlass zu Jubel und Freudenausbrüchen geben, wobei der Eine oder Andere von uns heute leider nicht das Theater bevorzugen wird.

Sonntag-22-Juni-2008

Zuerst einmal noch rückwirkend herzlichen Glückwunsch an Familie Gutermuth rund um unseren Fan Yannic – die Glückwünsche im Gästebuch zu Fritzes Ehrentag sind diesmal punktgenau gelandet.

Wir haben uns am 19. in der Berliner Zebrano-Bar versammelt und uns während des tollen Geschenks unserer Nationalelf an Fritze in Form eines überaus ansprechenden Spiels schön einen auf die Lampe gekippt.

Muss ja auch mal sein.

Heute dagegen gingen wir in Wolfsburg nüchtern und gut eingestellt auf die Bühne. Wir haben der Gegenseite von Beginn an unser System aufgedrängt, konnten Reizpunkte setzen, was sich in frühen Treffern auszahlte. Das brachte Ruhe und Sicherheit in unser Spiel, dennoch blieben wir weiter hungrig, brandgefährlich bei den Standards und jederzeit in der Lage, durch überraschende Einzelaktionen für Furore zu sorgen. In dieser Verfassung ist mit uns jederzeit zu rechnen.

Z.B am kommenden Dienstag im Berliner Zebrano-Theater. Es sind noch Plätze frei, liebe Leute – und es ist EM-SPIELFREI! Also nüscht wie hinne! Unser Spezi Bodo Wartke wird das GBSQ-Team als hochkarätige Leihgabe zu Beginn der zweiten Halbzeit verstärken.

Wir sind fit und schaffen auch mühelos eine eventuelle Verlängerung.

Dienstag-17-Juni-2008

Es ist für manchen in diesen Tagen sicher schwer vorstellbar, aber es gibt Deutsche, die sich gestern aus freien Stücken nicht zum Public Viewing eingefunden haben. Auch zuhause blieb der Fernseher aus. Stattdessen gingen die einfach ins Hannoveraner GOP und schauten sich den „Com Com Club“ an. Public Comedy Viewing sozusagen, gänzlich ohne Fußball-EM – jedenfalls auf der Bühne. Hinter der Bühne herrschte ein anderer Geist. Gebannt und dicht gedrängt starrten dort alle auf einen Bonsai-Fernseher und managten es bravourös, beim 1:0 nicht laut loszubrüllen. Zwischendrin wurde den Fußballfernen im Saal eine ansprechende Show geliefert. So bekam jeder, was er wollte.

In Hannovers malerischer Innenstadt (für Freunde des Kubismus) entdeckten wir Grill-Walker. Grill-Walker sind junge Männer in blau-oranger Montur, denen ein tragbarer Bratwurst-Grill übergestülpt wird, der sie in die Lage versetzt, die Bevölkerung örtlich ungebunden mit Bratwürsten zu versorgen. Berlin leistet sich so was bereits seit mehreren Jahren erfolgreich, jetzt also auch Hannover. An dieser Stelle kommen wir ins Spiel. Unsere Aufgabe besteht nämlich nicht nur darin, jegliche Flecken des Landes mit Flaschenmusik zu bestücken, sondern auch im Vergleichen, Schlussfolgern und Kommunizieren, wie die Dinge sich zu einander verhalten.

Die Berliner Grillwalker-Wurst enttäuscht nicht im Geschmack und rechtfertigt ihre nicht überdimensionierte Größe durch einen entsprechend kalkulierten Preis von 1 € bis 1,20 €. Auch in Hannover werden bei gleichem Geschmackslevel 1,20 € verlangt. Die Abmessungen von Wurst und Brötchen lassen jedoch sehr zu wünschen übrig.

Ergebnis unseres Verbrauchertests:

Menschen mit kurzfristig etwas größerem Bratwurst-Hunger sollten unbedingt einen Berliner Grill-Walker aufsuchen.

Sonntag-15-Juni-2008

Die Menschen vor der Marktbühne beim Nordhäuser „Rolandsfest“ erlebten heute einen hochkonzentrierten und windeseiligen GlasBlasSing Quintett Soundcheck. In knapp 20 Minuten gelang uns unter aller Augen erfolgreich die Kompletteinrichtung von Bühnendeko, Technik und Klangregelung. Weltrekord, wenn in dieser Kategorie einer geführt würde.

Die Menschen erlebten weiterhin einen ziemlich ordentlichen GlasBlasSing Quintett Auftritt. Vielleicht nicht immer hochkonzentriert – sonst wäre uns beim „Percussionpart“ unseres „ersten jemals auf Flaschen gespielten Song“s nicht ein Instrument zerdeppert – aber im Großen und Ganzen hat die Schose hingehauen.

Die Menschen vom Organisationsteam erlebten obendrein im Umfeld unserer Garderobe eine hochkonzentrierte und wortgewaltige GlasBlasSing Quintett Diskussion, wie nur wir sie zu führen imstande sind. Wir haben hoffentlich niemanden verschreckt. Wenn man jedoch wie wir in einer eheähnlichen Gemeinschaft lebt, und das zu fünft, dann wird ´s auch bei nichtigen Anlässen schon mal etwas lauter als nötig.

10 Minuten später war wieder alles im Lot. Weltrekord, wenn in dieser Kategorie einer geführt würde.

Donnerstag-12-Juni-2008

Um die Stadt Köln hat man vor Jahren einen Autobahnring gebaut. Wofür ist so ein Autobahnring da? Genau: dass sich Autos auf ihm befinden. Würden sich keine Autos drauf tummeln, müsste man wohl von einer grandiosen Fehlplanung sprechen. Ob man das dann aber so wie die Einwohner der Region Köln handhaben und jeden verfügbaren Autobahnmeter tagtäglich lückenlos mit Autos zustellen muss, ist eine andere Frage. Sicherlich rentiert sich so ein Autobahnring über die Nutzungsintensität, im Gegenzug aber dermaßen die Mobilität vernachlässigen? Wir bezweifeln, dass das Sinn macht.

Ans Ziel sind wir dennoch gelangt. Im Zeitrahmen. Als NRW-kundige Gesellen durch simples Früher-Losfahren.

Innerhalb der Veranstaltungsreihe „Kulturbeutel“ – bei uns nennt man so was Waschtasche – wurden wir in der „Willy Brandt Gesamtschule“ Köln-Höhenhausen präsentiert. Die Bude war voll – mal eben 500-600 begeisterte Jecken - und im Nachhinein wurde unser Auftritt sogar als „gar nicht so anstrengend“ klassifiziert, im Vergleich zum sonst üblichen Politkabarett.

Jong, watt willse määr?!

Im Anschluss wurden Begehrlichkeiten in Bezug auf unser Autokennzeichen formuliert. In Absprache mit unserem Datenschutzbeauftragten werden wir die genaue Kombination an dieser Stelle nicht kommunizieren – verraten sei Folgendes: Die Buchstabenfolge beginnt Berlin-relevant und erstreckt sich anschließend auf zwei weitere Buchstaben des Alphabets – im Ergebnis ist es ein 2-1-16-System… Die Hausband der Kölner.

Heute Morgen waren unsere Nummernschilder zum Glück immer noch dran. In Köln-Delbrück scheinen offenbar nur „Höhner“ Fans zu wohnen.

Sonntag-8-Juni-2008

Im Steilflug nehmen wir gerade Berlin ins Visier, es ist 19:15 Uhr, noch 90 Minuten bis zum Anpfiff gegen Polen. Wir sind auf dem Weg zurück aus Hamburg. In Hamburgs „Planten und Blomen“ haben wir auf dem Kinderfest „Laut und Luise“ Nachwuchs für ´s Flaschenmusikwesen rekrutiert. Eine wichtige Aufgabe, wenn man eine weltumspannende Bewegung ins Rollen bringen möchte. Die Kehrseite der Medaille ist der visuelle Verlust der ersten Halbzeit, zur zweiten sollten wir es aber alle vor den Fernseher geschafft haben, oder wie Frank gern sagt, vor den Fernseh…

Vorher haben wir ja das Autoradio. Unverzüglich skippten wir beim Einsteigen alle Sender von links nach rechts durch – die einzige teilweise Live-Übertragung vom Spiel Österreich/Kroatien fanden wir auf NDR 90,3. Das ist hart, NDR 90,3 schwört auf den Sound der 80er und einen guten Schuss zeitgenössischen Schlager… Bald müssten wir in Reichweite des Rundfunks Berlin Brandenburg gelangen, von dort sind wir nur Gutes innerhalb der Radiolandschaft gewohnt. Tritt auf den Pinsel, Peter!!!

Sonnabend-7-Juni-2008

Eben fuhren wir auf der Autobahn an einem Bad Tölzer Golf vorbei, dem man 4 Alphörner auf ´s Dach geschnallt hatte, Mundstück nach vorn. Berechtigte Überlegung von Peter: die müssten doch eigentlich die ganze Zeit einen Ton machen...?! Wir konnten ´s leider nicht hören. Weitere Überlegung: Gibt es für den Schweizer Fußballfan zum Anfeuern der „Nati“ im Stadion auch Alphörner mit Druckluftflaschen dran? Vielleicht sehen wir so was ja heute Abend im Fernsehen, oder wie Frank gern sagt, im Fernseh.

Hoffentlich regt sich das Wetter im Alpenraum wieder ein bisschen ab. In München hat es die gesamte letzte Nacht geregnet, was unserem Bus sichtlich gut tat, uns aber in unserer Berlin-30°C-Garderobe früh ins Bett trieb. Vorher nahm man unsere Dienste auf einer Veranstaltung im „Bayerischen Hof“ in Anspruch, offensichtlich dem ersten Haus am Platze. Die ausführende Agentur hatte sich gedanklich schwer ins Zeug gelegt, so dass wir auf dem original „Augustiner“ Oktoberfest-Pferdegespann sitzend vorgefahren wurden und der auf dem Promenadeplatz versammelten Gesellschaft ein erstes Ständchen darboten, vom Sims der Orlando di Lasso Statue höchstselbst aus. Später wussten wir ein zweites Mal als Vorband des Dessertbuffets zu begeistern. Ein derart aufgewecktes Gala-Publikum ist einem selten vergönnt. Liebe Angehörige der bayerischen chemischen Industrie, ihr habt bewiesen, dass ihr was von eurem Metier versteht, denn sie stimmte zwischen uns, die Chemie.

Ein Hinweis noch an den „Bayerischen Hof“: Die Toilettenbrille der Sitzschüssel hinten links in der Herrenabteilung im Untergeschoss ist halbseitig lose. Nicht dass euch das am Ende einen Stern kostet.

Sonntag-1-Juni 2008

Mit folgender Schlussszene endete unser Aufenthalt auf dem ZDF-Fernsehgartengelände am heutigen Nachmittag: ein harter Kern von ca 80 Mark Medlock Fans in rosé-farbenen T-Shirts und bis an die Zähne mit Winkelementen bewaffnet ging auf einem umliegenden Grashügel in Stellung. Eine Vorschwenkerin warf nun ihre Arme schwelgerisch von links nach rechts durch die Luft, die Herde tat es ihr begeistert nach. Dazu wurde aus voller Kehle eine offenbar selbst komponierte Ballade angestimmt. Wahrscheinlich die Fanclubhymne. Zwei Clubfunktionärinnen standen daneben und dokumentierten das Geschehen audiovisuell. Gut, denn wir hatten unsere Kamera gerade nicht in Reichweite. So besteht immerhin die Chance, das Ganze demnächst bei youtube noch mal komplett anzuhören. Unsere Ohren erreichten nämlich nur vereinzelte Textzeilen: „Wir sind deine Bobbelsche-Armee… wir sind immer für dich da… diesen Weg musst du jetzt alleine gehen…“

So was machen die Leute für uns nicht. Sie kreischen uns auch nicht mit vor überbordender Begeisterung entmenschten Gesichtsausdrücken an, sobald wir um die Ecke biegen. Wenn wir mit unserem Publikum sprechen, dann benimmt sich die Oma nicht schlimmer als die Mutter und die Mutter nicht schlimmer als das Kind, welches bereits völlig außer Rand und Band ist. Unser Publikum würde merken, wenn wir hinter uns jemanden mit einer Gitarre auf die Bühne stellen, der dieses Instrument offenkundig nicht zu bedienen weiß…

Heute haben wir gemerkt, wie gut es uns mit unserem Publikum geht.

Wir sind vor Dankbarkeit darüber scho ganz hibbelisch, Ihr Drecksäck!

Auf dass Folgendes nie geschehen möge: rot/grün/pink/orange/hellblau behemdete Schicksalsgemeinschaften wiegen ihre Oberkörper gemeinsam semi-rhythmisch in freier Natur und jaulen etwas von: „Wir sind euer Cis Null Nachschub-Batallion…“

Und noch was, Formationstänzer vom Weltmeisterclub aus Ludwigshafen: nach dem Auftritt betongescheitelt in voller Pinguinmontur statt ins freie Stehbecken bei OFFENER TÜR IM STEHEN ins Sitzklo zu strullern, zeugt eindeutig nicht von Etikette. Wahrscheinlich hast du dir anschließend nicht mal die Hände gewaschen. Sei froh, dass wir unsere Kamera auch diesmal nicht im Anschlag hatten.

Alles andere haben wir aber dokumentiert und werden demnächst mit nichts weniger als einer schockierenden Reportage aufwarten.

Ansonsten hatten wir aber einen schönen ZDF-Fernsehgartentag in entspannter Atmosphäre und bei bestem Wetter. Summertime, I swear…

Sonnabend-31-Mai-2008

Für den gestrigen Abend ist im hessischen Hanau ein gemeinschaftlicher Auftritt von uns und den a cappella Platzhirschen „6-Zylinder“ terminiert worden, vermutlich mit Blick in den Kalender als Open Air. Warum auch nicht, es hochsommerte ja gestern recht gewaltig. Während unserer 5stündigen Fahrt von Berlin nach Hanau wütete die Sonne dermaßen mitleidlos auf alles irdische Leben hernieder, dass einem selbst an schattigen Plätzen die Luft wie ein heiß gebrühter Schal im Gesicht hing. Es herrschte das schönste 2003. Nach dem Soundcheck in Hanau bemerkten wir zunächst erleichtert, wie das eine oder andere kühle Lüftchen uns den Hitzetalg von der Stirne hauchte, doch wandeln wir schon zu lange auf Erden, um nicht auf der Stelle unsere Blicke alarmiert ans Firmament geheftet zu haben. Und richtig – innerhalb weniger Minuten zog sich der Himmel über Rudi Völlers Geburtsstadt zu und heulte los. Hallo: Rudi Völlers Geburtsstadt! Nicht Andi Möllers!

Aber es half nichts.

Nach einem kurzen Intermezzo Tropfenlosigkeit herrschte eine Stunde pure Sintflut, schrankenlose Himmelsinkontinenz, Petrus knallte mal eben einen gesamten Ozean auf das wehrlose Hanau runter. Mittendrin eine Bühne und eine Schar tapferer Leute davor. Ihre Regenschirme bogen sich unter den darnieder prügelnden Regenkubikmetern bedenklich gen Erdoberfläche. Neben der Bühne lugten wir und die geschätzten Kollegen immer mal wieder unter der Überdachung hervor und sorgten uns um ´s Equipment. An einen Beginn der Show war nicht zu denken. Die Schar tapferer Leute durfte nun auf Geheiß des Veranstalters Zuflucht auf der Bühne suchen. Das scherte den Wolkenmoloch darüber aber wenig, er randalierte rigoros weiter. Irgendwann kam, was kommen musste: Abbruch der Veranstaltung - obwohl dem Himmel langsam das Wasser ausging - der Zeitrahmen war bereits gesprengt. So durfte der Abend aber nicht zu Ende gehen. Wir sprangen noch schnell auf die Bühne, intonierten ein Lebenseinstellungs-Shanty zum Thema „Ärgere dich nicht – sei glücklich“. Auf Englisch. Dann intonierten die 6 Zylinder ein Situations-Shanty zum Thema „Lasst uns laut sein“. Auf Denglisch. Zusammen intonierten wir dann noch ein Elvis Presley-Shanty zum Thema „Überall durchgeschüttelt sein“. Anschließend bekamen die Leute ihr Geld zurück und wir begannen unsere Flaschen trocken zu föhnen. Paradoxerweise nun ohne Niederschlag…

Am 7. Dezember sind wir wieder in Hanau. Trotz Klimawandels denken wir, dass die Gefahr eines erneuten Sommerwolkenbruchs sehr gering einzuschätzen ist, vor allen Dingen, weil wir dann direkt im „Culture Club“ spielen werden.

Sonntag-25-Mai-2008

Heute gibt es noch einen zweiten Eintrag, denn man schubste uns in Goslar schon um 17 Uhr auf die Bühne, so dass wir die Ereignisse diesmal nicht am folgenden Vormittag auf der Busreise zum nächsten Auftrittsort Revue passieren lassen, sondern bereits jetzt auf der Rückfahrt in die eigenen Betten…

Zuallererst entschuldigen wir uns bei allen Goslarer Kulturkraftwerksbesuchern dafür, dass wir nicht genügend CDs dabei hatten. Sicherlich lag das kurzfristig an dem einen oder anderen erfolgreich absolvierten Auftritt der letzten Tage, andererseits ist das ein lahmes Ablenkungsmanöver, denn natürlich müssen wir als Professionelle auch den Erfolgsfall mit einplanen. Wir hoffen, die von uns vorgeschlagenen Kompromisslösungen werden angenommen – wir jedenfalls gedenken uns strikt an die getroffenen Vereinbarungen zu halten.

Geografie-Freaks werden wissen, dass Goslar sich ebenso wie unsere Geburtsgemeinden Halberstadt und Blankenburg an den Harz anschmiegt, deswegen saß auch ein weiteres Mal eine Abordnung der uns von den Weltenläufen zugeteilten Eltern im Publikum. Um jetzt mal etwas detaillierter als nötig drauf einzugehen – Möhres Eltern fehlten als einzige, genau genommen sogar unentschuldigt. Vielleicht lässt sich bei nächster Gelegenheit ja vollständiges Erscheinen herstellen, wir würden das Flaschenspiel gern mal positionsgenau mit unseren eigenen Vätern oder je nach Lust und Laune auch Müttern durchexerzieren. Das hieße für Peters Eltern Text und Snappen üben, für Fritzes und Endies Eltern Pusten bzw. großmäulig Anweisungen geben üben, Franks und (Techniker) Jörgs Eltern ebenfalls Pusten aber auch gelangweilt am Mischpult Rumstehen üben, und Familie Möhring sich eine kleine Rüge abholen, um dann einen formvollendeten Solopart absolvieren zu können üben.

Das sollte doch machbar sein.

Sonntag-25-Mai-2008

Liebe Sachsen,

wir wissen euch als Publikum zu schätzen. Ihr seid aufmerksam, begeisterungsfähig, musikalisch auf der Höhe. Ihr habt Veranstalter in euren Städten sitzen, die euch im Unterschied zu denen anderer ostdeutscher Bundesländer auch mal das „GlasBlasSing Quintett“ als Abwechslung zu den Volksmusikstars des MDR Fernsehens oder verdienten Ostrockveteranen gönnen. Das macht Sinn, denn die Jungs haben aus Berlin nur sehr geringe Anfahrtswege. Ihr habt tolle Auftrittsstätten, sehr geräumig und mit der tollsten Technik ausgerüstet. Wann immer wir auf einer eurer Bühnen standen, haben wir diese anschließend mit dem Eindruck verlassen, dass euch unsere Darbietungen ausnehmend gut gefallen.

An dieser Stelle nun wollen wir auf ein Missverhältnis hinweisen, dass auszugleichen wir uns in den Kopf gesetzt haben: So schön es z.B. gestern mit 40 Limbach-Oberfrohnaturen war - wenn für 200 Leute bestuhlt wurde, dann kann das ruhig auch wahrgenommen werden. Nützt ja keinem was, wenn alles schön vorbreitet wird und dann bleiben die meisten zuhause und schauen Eurovision Song Contest.

Im Namen der „No Angels“ hat die Sandy gerade im Radio gesagt, dass sie superstolz und superzufrieden sind, weil sie eine geile Performance hingelegt haben und international oben mithalten konnten – denn keine von ihnen ist gestürzt oder hat schief gesungen.

Aus diesem Blickwinkel gesehen bewegen wir uns seit langem ebenfalls auf Weltniveau und hoffen, die Ostländer geben ihre Blockadepolitik uns gegenüber demnächst auf.

Sonnabend-24-Mai-2008

Wir waren gestern schon wieder in der Schweiz und denken, die „Wissenswertes über die Schweiz“ - Rubrik hat einen weiteren Eintrag verdient. Beim lockeren Zusammenstehen erzählte uns ein junger Schaffhausener aufgekratzt ein Anekdötchen:

Er weilte vor kurzem in unserem Heimatkanton Berlin. Von seinem erkälteten Halsraum gepeinigt suchte er eine Apotheke auf und verlangte zur Linderung nach einem - er dachte nicht lang nach - „Schleckstängel“ (sogar extra vom ursprünglichen „Schlackchchstangl“ ins vermeintlich Hochdeutsche übersetzt) – und erntete großäugiges „Hä?!“. Der Apotheker wollte nun sprachlich vermitteln und schlug die Verabreichung eines „Lutschers“ vor.

Peng!

„Lutscher“ im Ohr des Schweizers verursacht die gleichen Assoziationen wie „Schleckstängel“ im Ohr des Deutschen.

Gut, wenn man das weiß, falls man selbst mal im Ausland in der Apotheke steht, oder vorm Süßigkeitenregal, oder auf der Herrentoilette…

Weil wir unter anderem in dieses Gespräch vertieft waren, haben wir die Ausstrahlung von "Inas Nacht" auf N3 verpasst. Der Denise aus dem Gästebuch können wir aber mitteilen, dass es sich bei dem schönen Lied um "My Sharona" handelt, im Original von "The Knack". Eine Audioaufnahme davon haben wir noch nicht fertig gestellt, bis auf weiteres muss man uns noch live besuchen, wenn man das Lied hören möchte.

Der "Kane" weist einen Eintrag vorher zu Recht daraufhin, dass der „Getränke/Instrumenten-Hoffmann“- Jux aus „Ich mach mal ein Cis Null“ eher ein Bonbönchen für Einwohner Berlins ist und außerhalb der Hauptstadt wenig Sinn macht. Tja, so ist das nun mal, wir nehmen ´s hin, eine Erklärung während des Auftritts würde es auch nicht besser machen. Beim Verfassen des Liedes haben wir sicherlich nicht im Blick gehabt, wohin wir bald überall fahren würden, um es aufzuführen. Das war zu einer Zeit, als die Zeile „… und Peter muss raus in aller Herrgottsfrühe“ aus „Wer Abschied nimmt“ noch bittere Aktualität besaß. Jetzt geht er an manchen Tagen zu dieser Zeit ins Bett.

Ist doch schön für ihn.

Freitag-23-Mai-2008

Ein wenig mussten wir schlucken, als man uns vorgestern unterrichtete, dass wir in Rastatt mit einem Publikum von 800 Leuten zu rechnen hätten. 800 sind ´s dann aber doch nicht geworden, sondern 1000.

Der Veranstalter des „tête à tête“ hat aber nicht nur so viele Leute organisiert, er hat auch die entsprechende Technik dafür hingestellt, und so ließ sich „Liedgut auf Leergut“ auch problemlos vor einem vierstelligen Publikum kredenzen. Besonders schönes Technik-Extra für uns: Scheinwerfer, die das Publikum sichtbar machten. Wir haben das „Wer Abschied nimmt…“-Schunkelmeer am Showende in vollen Zügen genossen.

Bei der täglichen Kontrolle des Gästebuchs ist uns die geschickte Art und Weise aufgefallen, in der die Natascha uns einen Urlaub mit ihr schmackhaft machen möchte. Wir werden das im Bandplenum mal beraten, Urlaub und Mädels - wir haben auch schon von so was gehört, vielleicht wär das ja am Ende sogar was für uns. Wer nicht wagt, der nicht gewinnt.

Jetzt aber erstmal wieder husch in den Bus.

Sonntag-18-Mai-2008

Unser eiserner Fan Yannic weiß nicht nur, wann wir einen Auftritt im Erreichbarkeitsspektrum des Autos seiner Mutter absolvieren, er wähnt sich auch im Besitz eindeutiger Kenntnisse zur Beschaffenheit unserer Geburtsdaten, so dass Peter sich gestern über einen Gruß zu seinem Ehrentage in unserem Gästebuch freuen durfte – nicht nur ein Gruß ist das, sondern eine graphisch verspielte Huldigung durch geschickte Nutzung einschlägig bekannter Satzzeichen wartete seiner auf – mit einem Schönheitsfehler: Peters Geburtstag ist nicht der 17. Mai, sondern der heutige 18.

Nun ist es denkbar, dass der Yannic darüber 1A im Bilde war und den überaus positiven Nebeneffekt seiner verfrühten Gratulation von Anfang mit eingeplant hatte: Eine stattliche Anzahl von Gratulanten richteten unserem Jubilar, durch Yannic über das Gästebuch informiert, ihre besten Wünsche aus, von denen ohne Yannics Service mit Sicherheit keiner Peters Geburtstag auf dem Radar gehabt hätte - nicht mal Peter selbst…

Schön, wenn da draußen mal jemand mitdenkt!

Der Nächste wäre dann Fritze, circa nen Monat ist es noch hin.

Zur Tageswende musste Peter dann natürlich auch allseitige Bandumarmungen über sich ergehen lassen. Vorher war jedoch noch ein wenig Arbeit zu verrichten, gepaart mit größtem Vergnügen. Der Kollege Olaf Schubert hatte mittels seines guten Namens für eine rundum gefüllte Magdeburger Froximun-Arena gesorgt. Bevor der Olaf erkenntnis-philosophisch losdremeln, also, der gebietsnotorisch in den Vergnügungstempel geschwemmten Zuschauermaische die Leviten ausrichten, will sagen, nicht nur mit ihm Pferde stehlen sondern auch davon zu erzählen beginnen konnte, schmetterten wir zünftig einen hin. 600 Magdeburgern und Zugereisten gefiel es ausnehmend gut. 605 Magdeburgern, Zugereisten und Bühnenkollegen gefiel dann Olafs Odyssee durch die Fährnisse der Weltzusammenhänge noch mal umso mehr.

Ein schöner Tag.

Freitag-16-Mai-2008

Unser Navigationssystem scheint Schweiz-müde geworden zu sein. Bei unserer gestrigen Einfahrt in Zürich wollte es uns permanent geradeaus oder links in Straßen einbiegen lassen, die von den Züricher Stadtplaner eindeutig nicht zu diesem Zweck konzipiert wurden. Irgendwann ist ihm dann aufgegangen, dass wir, seine Herren, noch lange nicht Schweiz-müde sind, hat klein beigegeben und uns zu „Millers Studio“ geführt.

Dort haben wir dann gemacht, was wir eben so machen und das war ein weiteres Mal schön und gut so. Unser aktuelles Lied für die zweite Zugabe ist zurzeit ein Versuch in der Sprache Bayerns, das wir gestern erstmals außerhalb Berlins aufzuführen wagten. Mit Erfolg. Wir freuen uns schon auf eine künftige Premiere direkt unter weiß-blauem Himmel, vielleicht mit anschließender Podiumsdiskussion hinsichtlich unserer Fehlleistungen in Wortwahl und Aussprache? Wir sind lernwillig.

„Mann, das Auto ist ja echt ´n Hammer!“, blökte Peter gestern Abend beim Einsteigen den Taxifahrer an. Aber er hatte recht – da stand kein zahnsteinfarbener Mercedes rum, wie man das aus Deutschland gewohnt ist, sondern Schwarzenegger-mäßig ein waschechter „Hummer“, nicht die ganz große Ausführung, aber allemal Rockstar-tauglich. Tom Kaulitz von Tokio Hotel fährt ja auch einen „Hummer“. Tokio Hotel spricht man übrigens nicht Tokio Hotel aus, sondern Tokiotel.

Wäre auch ein guter Name für ein Mobilfunkunternehmen im Niedrigtarif-Segment.

Mittwoch-14-Mai-2008

Eine Terminkorrektur:

Wir sind nicht am 30.5.08 bei "Inas Nacht" im NDR zu sehen, sondern schon am 23.5.08, ab 0:00 Uhr, d.h. dass der 23. dann bereits rum ist und der 24. beginnt.

Einen Eindruck, worum es sich bei dieser Ausgabe von "Inas Nacht" handelt, bzw. worum es sich bei "Inas Nacht" überhaupt handelt, lässt sich durch unser frisch fertiggestelltes Videofilmchen gewinnen, mittels des folgenden Links z.B.

Dienstag-6-Mai-2008

Da sich gleich 2 Anwesende zu einem Eintrag ins Gästebuch animiert fühlten, geben auch wir noch kurz unsere Eindrücke vom vergangenen Sonnabend in Wolfenbüttel wieder. Auch uns hat ´s gefallen auf der „Goldenen Hochzeit“ der Städtepartnerschaft Wolfenbüttel – Sèvres. Sèvres liegt in Frankreich, so ließ sich auch der 40prozentige Anteil französischer Muttersprachler im Publikum erklären. Zum Glück konnten wir uns den Giselher schnappen, der somit nicht nur die Ansprachen der Bürgermeister übersetzten durfte, sondern auch unsere Darlegungen. Er hat das ausgezeichnet gemacht.

Ebenso ausgezeichnet haben die Buffet-Verantwortlichen ihre Arbeit erledigt. Wenn man französische Gäste hat, dann muss man schon etwas weiterdenken können als Aufschnittplatte mit Maiskölbchen-aus-dem-Glas-Deko. Wir, die wir berufsbedingt mit allen Registern des Buffetwesens vertraut sind, sprechen hiermit nachträglich 3 Kochmützen aus, mit Sternchen, am Band.

Freitag-2-Mai-2008

Die Hamburger Seemannskneipe „Zum Schellfischposten“ hält wegen des großen Erfolges der letztjährigen Testreihe dieser Tage erneut als Kulisse für die NDR-Sendung „Inas Nacht“ her. Ina heißt hintendran Müller, früher war sie mal eine Hälfte von „Queen Bee“, jetzt singt und energiebündelt sie sich unaufhaltsam in die erste Liga der öffentlichen Wahrnehmung.

Da wir am Mittwoch Gast bei „Inas Nacht“ sein durften, haben wir uns das mal aus der Nähe angucken können. Auf die Idee, ihr zwischendrin mal ein „Dextroenergen“ anzubieten, kommt bei der Ina mit Sicherheit niemand. Als weiterer Gast war dazu noch Ralf Schmitz anwesend, erst recht kein Lethargiker, und dann noch eine gehörig schnapsdrosselige Dagmar Koller. Dieses Trio erzeugte eine für NDR-Verhältnisse hochgradig anarchische Atmosphäre – allein schon Dagmar Kollers Einwurf, ihren Namen mal zu schüttelreimen, d.h. die Anfangsbuchstaben zu vertauschen und sich das Ergebnis anzuhören…, nun ja, wie es eben so zugeht in einer zünftigen Seemannskneipe… Mal sehen, was vom knapp 2 ½ stündigen Plauder- und Gesangsgelage am Ende übrig bleibt.

Wir denken, unsere „My Sharona“ Vorführung schon und mit Sicherheit die von uns angeführte große „Matilda Matilda“ Schluss-Session mit allen Beteiligten auch. Ausstrahlung am 30.5. im NDR.

Ein Video-Making Of stellen wir gerade her – die gürtellinienrelevanten Passagen bleiben aber der Original-Ausstrahlung vorbehalten.

Fertig hingegen sind 2 neue Fotogalerien. Ihr klickt einmal auf Downloads, noch mal auf Galerien, auf 2008 - logisch - und dann ist ´s der April. Es geht zum einen um unseren Auftritt letztens bei "Clever", zum anderen um ein paar Aspekte im Zusammenhang mit Möhre und unserem Techniker Jörg. Das letzte Bild der Galerie ist geeignet, vom passionierten GBSQ-Fan an einen individuell gut zugänglichen Ort seiner Wahl zur ständigen Betrachtung mitgenommen zu werden.

Mi-29-April-2008

Das Berliner Zebrano-Theater haben wir ja eigentlich so richtig lieb.

Was haben wir da schon für glorreiche Auftritte zusammen getutet, und was haben wir uns da schon für Wölfe zusammen geprobt… aber jetzt mal Tacheles! Z.B. wegen gestern Abend: muss das denn immer so tropisch ablaufen? Immer dieses Salzwasser in Augen, Nüstern und Mundwinkeln – was das für Flecken in der Garderobe verursacht – erotisch ist das wohl nicht so…

Ansonsten war es jedoch eine tolle „Liedgut auf Leergut“ Show, durch die Bank. Am Ende musste eine zweite Zugabe her:

Wir haben uns darauf geeinigt, dass „Monika“ und „Der kleine Katzenmann“ die Testreihen der letzten Wochen gut überstanden haben, deswegen stand gestern Abend als Zugabe Nr. 2 unsere Kreation „Wann die Frau…“ auf dem Prüfstand. Ein Lied in einer uns nicht geläufigen Sprache – dem Bayrischen!

Die zwischenmenschliche Grundkonstellation des Liedes sollte dennoch allgemein verstanden worden sein.

Kruzitürken

So-27-April-2008

In Baden-Baden, genauer gesagt bei Baden-Baden in Hauenebertstein, steht in Gewerbeumgebung ein großer Leichtbauhallenkomplex für schläger- und netzreiche Ballsportarten namens „Rantastic“. Ob dieser Name ohne Rücksicht auf orthographische Gepflogenheiten auf den fantastischen Charakter der Anlage trotz Randlage verweisen soll, wissen wir nicht, wir haben nämlich nicht danach gefragt.

Das „Ranatastic“ versteht sich aber nicht nur als Einrichtung zur Körperertüchtigung, es ist gleichzeitig auch noch eine renommierte Kleinkunstbühne. Dazu wird regelmäßig das Badmintonareal mit Bestuhlung, Bühne, Künstlern und Zuschauern bestückt, wobei dann Letztere den Vorletzten beim Zuspielen der Bälle zusehen. Wir haben gestern Abend ein offensichtlich sehr packendes Match hingelegt, es ging zweimal in die Verlängerung, es floss mächtig Schweiß, unsere Returns haben überwiegend gesessen, der Service kam äußerst zuverlässig, ins Netz ist uns dabei aber nur eins gegangen: das Publikum.

Uiuiui – voll die Hammer-Wortspiele…

Übernachtet haben wir in Kuppenheim. Leider haben wir beim nächtlichen Eintreffen dort keinen Einheimischen mehr angetroffen, um ihn – hihi – nach dem Weg zum weltberühmten „Kuppenheim-Museum“ zu fragen.

War vielleicht auch besser so.

Sa-26-April-2008

Die Einträge in diese Rubrik erfolgen möglichst brühwarm, wenn machbar, sogar noch direkt im Anschluss an den eben erfolgten Auftritt. Natürlich besteht dabei die Gefahr, dass der Autor den Bericht in einem Zustand verschriftlicht, der, nun – nennen wir ihn vielleicht fahrprüfungsuntauglich – mehr so aus der Hüfte geschossen daher kommt…

GlasBlasSing Quintett Performance im „Alten Theater“ Heilbronn --> feines Ding!

Das Menü der Hausgastronomie war vorbildlich dem Recycling-Anliegen des Künstler-Ensembles angepasst: die Vorspeise in Einweckgläsern serviert, der Hauptgang in Gelbe-Tonne-Döschen, das Dessert ein Gedicht von einem Pfandflaschen-Weißbier-Parfait… und zwischendrin natürlich wir mit „Liedgut auf Leergut“. Stimmiger lässt sich ein Ressourcen-schonender Kleinkunstabend nicht konzipieren.

Und auch das Publikum hat sich nicht nur auf das herkömmliche Spiel aus Mitmachen und Reagieren eingelassen, sondern uns generös vorhandenes Spezialwissen zur Verfügung gestellt: Frank weiß jetzt so manches über Veredlungsmöglichkeiten auf dem Gebiet des Leberwurststullenwesens. Auch der Rest von uns ist begeistert, vor allen Dingen über die Knoblauch-Zwiebel-Rezepturen…

Am vorgestern absolvierten Donnerstag haben wir übrigens auf einer geschlossenen Veranstaltung in Düsseldorf gastiert, die wir in englischer Sprache zu moderieren hatten. Lief soweit halbwegs vernünftig, nur, dass dem Frank am Ende im Bandvorstellungsfenster von „Don ´t Worry Be Happy“ zwei geplante Gedanken durcheinander gerieten – „…and our last and only Peter!“

Das basteln wir für zukünftige multilaterale Engagements natürlich noch einwandfrei zusammen.

(James) Last but not (Franz) Liszt

Das GBSQ

Do-17-April-2008

So, lief gestern Abend bei „Clever“ alles, wie wir es in Erinnerung hatten. Wen unsere brühwarmen Eindrücke kurz nach der Aufzeichnung interessieren, der scrollt sich fix zurück auf den 8. Februar 08. Wir weisen an dieser Stelle nach mal daraufhin, dass nicht wir ´s erfunden haben, auch nicht Sat 1, schon gar nicht die Schweizer, sondern die Kanadier in Gestalt Michel Lauziéres.

Unser „Making Of“ wird weiterhin unter „Downloads“ in der Video-Abteilung zu finden sein. Bald kommt da auch eins von „Giacobbo / Müller“ hinzu. Diese Sendung wiederum haben die Schweizer tatsächlich erfunden. Gottlob.

Fr-11-April-2008

80000-100000 Zuschauer, so prognostiziert die NDR Sendung „Mein Nachmittag“ ihre durchschnittliche Quote. Wenn die alle demnächst zu „Liedgut auf Leergut“ Shows kommen, soll ´s uns recht sein. Wir fanden, man hat uns sehr großzügig 4 Mal innerhalb der Sendung präsentiert und wir haben nicht unbedingt das Schlechteste daraus gemacht. Fritzes und Endies Mutti schrieb anschließend in einer SMS, dass unsere Musik zwar etwas dolle geschallt hat, aber sonst alles ok war.

Fritze ist sogar etwas metaphysisch geworden, als er die hinsichtlich unserer Anfänge als Straßenmusiker getroffene Feststellung, wir seien wohl vorher noch keine Millionäre gewesen, mit einem „Nee, umgekehrt,“ parierte. Denkt da mal drüber nach. Wir tun ´s auch immer noch. Bedeutet umgekehrt vorher Millionär gewesen hinterher pleite zu sein? Und vorher umgekehrt kein Millionär Millionär jetzt? Oder hinterher? Was oder wann ist eigentlich hinterher? Es bilden sich Knoten im Denkgedärm.

Fest steht: wir hatten vorher keine Millionen, wir haben jetzt keine und hinterher brauchen wir die auch nicht mehr.

Mo-7-April-2008

Anknüpfend an den vorgestrigen Beitrag: Arnulf Bahring wird natürlich Arnulf Baring geschrieben…

Ansonsten haben wir in Offenburg einem formvollendeten Auftritt beiwohnen dürfen. Vom deliziösen Spargel-Errangement beim Abendessen angefangen, über die kompetente Vor-Ort-Technik, der großzügigen Saal/Bühnen-Ausstattung, bis zum wohl selektierten Publikum – eine Schau… Wir bedanken uns noch einmal offiziell von dieser Stelle aus.

Aber das I unter dem Tüpfelchen war der gestrige Abend in Zürich bei „Giacobbo / Müller“ im Schweizer Fernsehen. Wir haben ´s noch nicht anschauen können, da wir zum Ausstrahlungszeitpunkt genüsslich ein paar „Mistkratzerli“ ausweideten.

„Mistkratzerli“, werten wir das als einen weiteren Beitrag zur Rubrik „Wissenswertes über die Schweiz“, sind über jeden Zweifel erhaben zubereitete Hähnchentiere im Kleinstformat. Sozusagen Fritze-Größe. Muss man im Züricher „Kaufleuten“ beim ersten Besuch einfach bestellen. Nee, ernsthaft jetzt: ob mit Pommes, Kartoffeln, Baguette oder nur Gemüse – ist eigentlich Schnuppe - man bestelle „Mistkratzerli“, und immer schön vom guten Rotwein nachschenken lassen…

Uns wurde gesagt, dass die Sendung problemlos podcastigerweise im Internet zu finden sei, „Giacobbo/Müller“ sollte als Suchbegriff gute Dienste leisten, schaut einfach mal rein, übt euch ein bisschen in Schwyzerdütsch – wenn man sich erstmal eingehört hat, geht das recht schnell – und ihr werdet feststellen, diese Sendung hat Format!

Selbst mit uns.

Fritze hat übrigens als einziger kein „Mistkratzerli“ bestellt, sondern Jakobsmuscheln.

Mag sein, aus Solidarität.

Sa-5-April-2008

Gerade sind wir in Offenburg eingerollt, leicht unaufmerksam erstmal am Hoteleingang vorbei. Die Innenstadtstraßenführung Offenburgs besteht aus einem ausgeklügelten Einbahnstraßensystem, dass dem ortsunkundigen Rätselfreund eine gehörige Nuss zu knacken gibt. Zum Glück haben wir ein Navigationsgerät.

An einer Ampel konnten wir ein Ehepaar im Partnerlook beobachten, aber nicht, wie man das so kennt, Partnerlook im Sinne von zwei gleichen, grellfarbenen Wetterjacken, sondern im Sinne zweier komplett gleicher Frisuren. Die beiden trugen parallel ein Modell spazieren, auf das auch der Historiker Arnulf Bahring seit Jahren schwört: kurz, grau, leicht in Richtung Julius Cäsar gefönt – ein Klassiker pflegeleichter Wetterfestigkeit.

Leider konnten wir den Fotoapparat nicht schnell genug scharf stellen.

In Offenburg halten wir uns auf, weil wir hier heute Abend „Liedgut auf Leergut“ in all seiner Gänze spielen werden. So wie gestern in Lörrach und vorgestern in Winterthur. Wir streben dabei für heute einen ähnlichen Erfolg beim Publikum an, wie er uns an den beiden vergangenen Abenden entgegenschlug.

Unsere letztens lose begonnene Rubrik „Wissenswertes über die Schweiz“ möchten wir heute mit der Information fortführen, dass der Spitzname des Schweizers für den Deutschen „Horst“ ist. Haben uns jedenfalls zwei in dieser Hinsicht auskunftsfähig wirkende Züricher erzählt. Uns gefällt „Horst“. Guter Spitzname. Übrigens auch ein guter Tiername. Fritze und Endie hatten mal einen Wellensittich namens „Horst“. Ursprünglich hieß das Tier „Jackie“, hat den Namenskonflikt dann aber selbstständig aufgelöst, in dem es die Zeile „Ich bin Horst“ laut und deutlich sprechen lernte.

Morgen sind wir wieder in der Schweiz und zaubern dann vielleicht die nächste Spitzen-Info aus dem Hut.

Do-3-April-2008

Wenn man aus Berlin auf der A9 Richtung Süden unterwegs ist, z.B. weil man wie wir in die Schweiz will, bietet sich für eine kleine Pause die Raststätte „Frankenwald“ an. Sie befindet sich in Form eines die Autobahn überdachenden Brückenrestaurants genau dort, wo das Gesäß Thüringens und der Buckel Bayerns zusammentreffen - wenn man sich Thüringen wie ein westwärts hockendes Tier vorstellt und Bayerns Silhouette als krumm gebeugte Hexe wahrnimmt, und auch dann nur mit etwas zu viel Fantasie...

Die Sanitäreinrichtungen der Raststätte „Frankenwald“ sind nicht nur weitläufige, Tageslicht durchflutete, sowohl mit hochmodernen als auch stilvollen Hygienemobilar bewehrte Schmuckstücke deutschen Verdauungswesens – durch die nicht zu überhörende Zuspielung von Vogel- und Krötengesang umgibt einen während der Geschäftsabwicklung auch noch sommerliches Outdoor-Flair. Als würde der Kaiser in den Wald ... Und das für nur 50 Cent.

Ein kurzer Rückblick auf den vergangenen „Kutter Buntes“ sei gewährt:

Die Mühen der vergangenen Wochen mit den neuen Songs haben sich gelohnt. Tagessieger unserer Beiträge scheint „15 Minuten“ gewesen zu sein – eigentlich ein Schnellschuss, weil wir noch ein Lied brauchten, aber so kann ´s auch gehen. Die Beiträge unserer Gaststars Carrington/Brown und Sebastian Krämer saßen wie die Faust auf beide Augen, wir bedanken uns noch einmal mit einer tiefen Verbeugung für ´s Mitwirken. Wir hoffen, regelmäßige Besucher der Veranstaltung haben bemerkt, dass wir deutliche Fortschritte in der Bühnenumbaulogistik gemacht haben. Wir konnten anschließend nicht umhin, uns gegenseitig eine spürbare Zufriedenheit mit dem Verlauf des Abends zu gestehen.

Dennoch legen wir bis zur nächsten Ausgabe eine etwas längere Pause ein, „Ein Kutter Buntes“ Nr. 5 wird nicht vor September stattfinden. Gut Ding will Weile haben, und zwischendurch müssen wir ja auch noch ein bisschen arbeiten.

Mo-17-März-2008

Bevor wir uns in den Urlaub absetzen, seien kurz die letzten Tage resümiert.

Nach unserem Auftritt in Garching sind wir nicht zurück nach Berlin gefahren, sondern haben im nah gelegenen Landsberg für 2 Tage den Lech besucht. Der Lech ist kein polnisch-stämmiger Freund von uns, er ist ein Fluss. Die meisten wissen das. Neben ausgedehntem Streunen durch den Wildpark haben wir die Zeit vor allen Dingen mit dem Einstudieren der neuen Songs für den nächsten „Kutter Buntes“ am 1.4. verbracht. Die Nachbarn im „Klösterl“ können die Texte von „Jakob und Neele“ und „Wir könnten erzählen“ sicherlich schon mitsingen, ebenso wird ihnen Endies scharf vorgetragenes Kümmerling-Solo bei „Sympathy For The Hugendubel“ noch gut im Gehörgang hängen.

Danach ging ´s wieder in die schöne Schweiz. Winterthur zeigte sich frühlingshaft und höchst gastfreundlich. Neben der á la bonneure Gala im Casino Theater haben wir uns die neue Wohnung vom Fabian angesehen. Den Fabian kennen wir aus Buchs. Wenn ihr in der zweiten Fotogalerie vom März letzten Jahres nachschaut, seht ihr den Fabian in Peters Reisetasche sitzen. Wir danken für den schönen Abend und waren hoffentlich nicht zu laut.

Trotz des Hinweises von Casino-Theater Chef Paul Burkhalter, dass man in der Schweiz nicht so gern zum Mitmachen animiert werden möchte, haben wir die Menschen gestern Abend in Baar ohne Rücksicht zum Mitklatschen, Mitsingen, Mitpusten, Schunkeln und „Zieh Frank!“ Rufen aufgefordert. Sie haben für unser Gefühl sehr gut mitgeklatscht, mitgesungen, mitgepustet, geschunkelt und „Zieh Frankchch!“ gerufen. Am 3. April kommen wir wieder und probieren das ganze in voller Programmlänge im Casino-Theater Winterthur höchstselbst aus. 3 Tage später dürfen wir ins Schweizer Fernsehen. „Giaccobo/Müller - Late service public" ist das Format, man beschrieb es uns als so was wie die Schweizer Harald Schmidt Show.

Fritze ließ übrigens durchblicken, dass er früher bei „Heidi“ nicht richtig aufgepasst hat und deshalb im Zusammenhang mit Bergbewohnern nicht von Alm-Öhis sondern Einödis spricht. Da mussten wir alle mal lachen.

Do-13-März-2008

Unser Eindruck. Es geht um gestern Abend in Garching bei München:

Ging gut los, dann ließ es zwar nicht stark nach, aber - im Vergleich zu sonst - hatten wir fast das Gefühl, in der ersten Hälfte…, nun ja, die war schon gut…, aber sonst ist meist schon noch ein bisschen mehr…, weißte…?! Hat sich aber im weiteren Verlauf nicht bestätigt. Am Ende, zum Glück, war trotzdem wieder alles Jubel, Trubel, Heiterkeit… unser Name ist GlasBlasSing Quintett, ihr wisst bescheid…

Jemand hat auf dieser Seite aufmerksam mitgelesen und sich wie empfohlen zur zweiten Zugabe "Monika“ erbeten. Wir sind dem Wunsch mit Freuden nachgekommen. Legen wir an dieser Stelle mal nach: Es kann sich von jetzt an ebenfalls „Der kleine Katzenmann“ gewünscht werden, der könnte ruhig auch mal ein paar Bühnen außerhalb Berlins kennen lernen. Zwingt ihn!

Di-11-März-2008

Die beiden aktuellen Gästebucheinträge (256, 257) deuten es an – Norddeutschland ist fruchtbarer Acker für Flaschenmusikschaffende. Sowohl im Lutterbeker „Lutterbeker“ als auch im „Schmidt Theater“ Hamburg, ob in ländlicher Idylle oder großstädtischem Sündenpfuhl – Jubel, Trubel, Heiterkeit, selbst wenn Endie beim „Come Together“ Einmarsch nach der Pause den Tollpatsch raushängen lässt und aparte Damenkostüme mit Rotwein besudelt.

Ratschlag an alle für die Zukunft: Gläser festhalten! Der Hellblaue ist nicht immer Herr seines Radiuses!

Mo-3-März-2008

Vorstellbar ist, dass sich heute der eine oder andere Katastrophen-Schaulustige hier eingefunden hat, in der Erwartung, wir müssten im Zusammenhang mit unserem gestrigen Engagement in Weinböhla gar von Minus-Reservierungen berichten. Sollte dem so sein, können diejenigen jetzt getrost auf das kleine Kreuz oben rechts klicken, denn wir haben nichts dergleichen zu protokollieren.

Nur von einer gut besuchten und sehr gut rezipierten „Liedgut auf Leergut“ Vorstellung wüssten wir Zeugnis abzulegen. Als zweite Zugabe haben wir das Lied über Peters erste große Liebe „Monika“ gespielt, dass eine der Geheimwaffen unseres nächsten Programms werden könnte. Vielleicht liest ja jemand diese Zeilen, der in naher Zukunft einen unserer Auftritte besuchen wird. Wir regen an, falls es bei diesem Auftritt zu einer zweiten Zugabe kommen sollte, sich dieses Lied lautstark zu wünschen – so erhalten wir nebenbei auch ein wenig Aufschluss über die Zurkenntnisnahme des hier vorliegenden Periodikums.

Leider müssen wir noch mitteilen, dass es am 14.3. in Kleve leider kein „Monika“ respektive des gesamten vorherigen Programms geben wird, der Auftritt wurde gerade abgesagt. Nicht, wie jetzt mancher zu Beginn Erwähnte erregt annehmen könnte, wegen mangelnden Interesses der Bevölkerung – es handelt sich um innerbetriebliche Vorgänge am Veranstaltungsort, die auch Gastspiele anderer Künstler betreffen.

Tja, so issas manchma ehm

So-2-März-2008

Wie im letzten Eintrag erwähnt – es ist für uns die Woche der Rekorde. Gestern konnten wir kurzfristig einen gerade aufgestellten Rekord noch einmal deutlich verbessern. Lag unser Vorverkaufszahlenminusrekord seit Freitag bei 14 Interessenten, so schraubte er sich gestern in Chemnitz auf gut zählbare 4, herunter. Der Veranstalter gab daraufhin der Überlegung nach, dass im Zuschauerraum schon mehr Leute als auf der Bühne sein sollten und spendierte uns kurzerhand einen arbeitsfreien Abend. So konnten wir wenigstens „Wetten dass…? gucken.

Außerdem bestaunten wir in der Lebensmittelabteilung der Galeria Kaufhof eine vollautomatische Einkaufstüten-Pack-und-Ausgabemaschine. Wer so was hat, braucht keine Flaschenmusik mehr.

Sa-1-März-2008

Es ist für uns die Woche der Rekorde, sicherlich nicht die der landläufig akzeptierten Rekorde, aber dennoch…

Rekord Nr. 1: Zielgebiet Zebrano Theater Berlin, 26./27.2. – diesjähriger Bühnenschweiß-Höchstumsatz. Hauptgrund: Wärme produzierende Menschenhäufungen vor der Bühne.

Rekord Nr. 2: ebenfalls Zebrano Theater Berlin, 27.2. – volle Bude beim Zusatzkonzert ohne nennenswerte Ankündigung.

Rekord Nr 3: Freiberg/Sachsen, 29.2. – 14 Zahlende trotz offenbar nennenswerter Ankündigung.

Jetzt kommt ´s aber: hat trotzdem gefetzt!

Wir haben uns für folgende Denkstrategie entschieden: Wir empfinden uns jetzt einfach als Kleinkunstpioniere im sächsischen Kernland abseits der Metropolen, und beim nächsten Mal kommen dann aufgrund der positiven Mundpropaganda – lassen wir Fünfe gerade sein – 41…

Nein, das klingt ja jetzt schon ein bisschen schnippisch… Es war ein sicherlich quantitativ überschaubares aber qualitativ hochwertiges Publikum und alle Beteiligten können ohne Not von einem sinnvoll verlebten Abend sprechen.

Heute sind wir in Chemnitz, morgen in Weinböhla – wir hätten nichts dagegen einzuwenden, wenn Rekord Nr. 1 oder Nr. 2 gebrochen würden. Nr. 3 kann ruhig eine gute Weile einfach nur für sich selbst stehen…

Allein biografisch wären uns häufigere Ost-Engagements äußerst recht – denn was sprudelte heute Abend beim Absacker-Humpen aus uns heraus: ein Alfons Zitterbacke/Ottokar Domma/Klapperzahns Wunderelf/LolekundHaseBolekWolf-Potpourri der Güteklasse A.

Grundfesten unserer Kindheit.

Doch genug der Nostalgie.

Es gibt eine neue Fotogalerie – man klicke entsprechend auf Downloads/Galerien/2008.

Es gibt darüber hinaus ein Making Of unserer Sat 1 „Clever“ Mitwirke unter Downloads/Videos/Selbstgedrehtes - diesmal gar per Schnellzugriff mittels eines Flash-Players.

Wir denken, beide Produkte verdienen es, mehr als 14 Interessenten in NordSüdOstWest oder Hessen zu finden.

So-24-Februar-2008

Wissenswertes über Neckarsulm:

Neckarsulm, das ist nicht das Ulm des Neckars, sondern vielmehr ein Ort, in dessen Nähe die Sulm in den Neckar mündet. Es nimmt zur Stadt Heilbronn eine Position ein, wie Potsdam sie aus unserer Sicht zu Berlin bekleidet – eine willkommene Ablagerung bzw. Fortführung auf dem Weg zum Übergang ins Ländliche. Man muss diese Ansicht selbstverständlich nicht teilen.

Wissenswertes zum Verlauf des gestrigen Abends:

Jemand hat auf unserer Busfensterfront die Zeilen „We love you! Ihr wart super!“ hinterlassen. Zum Glück nicht mit dem Schlüssel eingeritzt, sondern eilig-schwitzig in den Reisegrind gefingerkuppt.

Dieser Ausbruch eindeutigen Teenagertums ist das Ergebnis einer gelungenen Künstler-Publikums-Symbiose in der Neckarsulmer Musikschule, bei der wir dankenswerterweise den Part der Künstler übernehmen durften.

Am 25. April, liebe Anwohner der gerade besprochenen Region, bauen wir unsere Apparaturen dann direkt in Heilbronn auf. Neckarsulm wird aber zu Recht darauf bestehen können, kulturell zwei Monatslängen voraus gewesen zu sein.

Wir bitten beide Seiten, mit diesem Sachverhalt auf erwachsene Art und Weise umzugehen.

Vielen Dank

Fr-22-Februar-2008

Der gestrige Eintrag endete mit der Überlegung, wie es uns heute wohl in Basel ergehen werde. Wir sind mittlerweile in der Lage, kompetent Auskunft zu geben:

Das GlasBlasSing Quintett hat Basel gerockt. Bzw Basel hat das GlasBlasSing Quintett gerockt. Wie auch immer, es war ein Gerocke und GlasBlasGesinge, dass es eine Art war und man durch die Bank von einer Win-Win-Situation sprechen darf. Wir für unsern Teil – glücklich! Gerne noch mal so!

Noch ein paar Ergänzungen zur Rubrik „Wissenswertes über die Schweiz“:

Belegte Brote hören hier auf die Bezeichnung „Geklemmte“.

Unser Spruch: „Weißte Fritze: Hauptsache gesund – und die Haare liegen!“ stößt hier ausnahmslos auf Unverständnis.

Unsere Behauptung, dass wir allerorten von Veranstaltern bedrängt werden, auf „regionalem Bier“ zu spielen, wir die Kästen aber bis Auftrittsbeginn nicht mehr zurecht trinken könnten und deshalb das überschüssige Bier ins Klo zu kippen hätten, provoziert in der Schweiz in krassem Gegensatz zu Deutschland keinerlei Unmutsäußerungen. Wären wir Schoki- oder Käsemusiker, sähe das vielleicht anders aus. Man weiß es aber nicht…

Der gestrige Eintrag begann mit einer Abhandlung zum SZ auf Schweizer Computer-Tastaturen. Heute können wir das SZ wieder als ß schreiben. Woran lag ´s? Es lag an der Stromversorgung, wir konnten unsere privaten EDV-Geräte wegen Akku-alle nicht einsetzen. In der Schweiz ist es nun so, dass man seinen Netzstecker mit 3 Gliedmaßen ausgestattet in die Wand zu rammen hat. Und um zu vermeiden, dass die Deutschen ihre zweigliedrigen Geräte trotzdem erfolgreich in den Steckdosen unterbringen, sind letztere hier nicht kreisrund, sondern trapezförmig konstruiert. Die Situation lässt sich jedoch durch einfaches Bitten um einen Adapter an der Hotelrezeption auflösen.

Wir stellen diesen Wissenstransfer hier unentgeltlich jedermann zur Verfügung, in der Hoffnung, auf diese Weise zukünftig den einen oder anderen interkulturellen Konflikt bereits im Vorfeld entschärft zu haben.

Dankedankedanke…

Generell ist die Schweiz aber unserer Ansicht nach eine rundum tolle Erfindung.

Do-21-Februar-2008

Wissenswertes über die Schweiz,

zuförderst:

Schweizer Computer-Tastaturen machen ein Geheimnis aus dem SZ. Es ist auf den ersten Blick - auch auf den zweiten - besonders im Anschluss an einen gelungenen Auftritt - im Knöpfchen-Ensemble nicht auszumachen. Man muss also doppel-Essen, was optisch manchmal etwas zweifelhaft ausschaut…

Der Schweizer Hotel-Computer, es handelt sich um das Hotel-Modell „Rebstock“ in Luzern, schwört weiterhin auf Windows 98, was optisch mittlerweile ebenfalls etwas zweifelhaft ausschaut…

Thema ausschauen, optisch: Während die Schweiz an jeder Ecke auf Deibelkommraus sauber, diskret und superseriös daherkommt, will das Geld in seiner überkandidelten Kunterbuntheit diesen Eindruck nicht so recht untermauern. Der Schweizer Franke mag in den Börsennachrichten einen guten Klang besitzen, wenn man ihn als Schein in der Hand hält, denkt man eher an einen Locher und perfektes Ausgangsmaterial für Karnevals-Konfetti…

Jetzt mal was Positives: Entgegen der landläufigen Annahme, Schweizer seien emotional reserviert und allgemein etwas langsam, vermelden wir brühwarm: 30 Schweizer, die zufällig in einen Auftritt des in ihrem Heimatland noch nicht sehr bekannten GlasBlasSing Quintetts geraten sind, können sich bei Gefallen des Unterhaltungsangebots durchaus wie 60 Schweizer benehmen, an strategisch wichtigen Programmpunkten sogar wie 90.

Wenn man bei Bern mit der „Gurtenbahn“ auf den „Gurten“ fährt und den dort oben installierten Aussichtsturm erklimmt, hat man einen Panoramablick auf die Schweizer Hauptstadt, also, wir sagen euch – Zucker!

Wenn man im „Uptown“, welches ebenfalls auf dem „Gurten“ residiert, als maskuliner Menschheitsvertreter Wasserabschlagen geht, bemerkt man in den diesbezüglich installierten Keramiken signifikant angebrachte Smilies, die bei Betreten der Szenerie ihre Mundwinkel nach unten verziehen. Wenn man anschließend jedoch gut zielt, verwandeln sich die miesepetrigen Kollegen auf einen Schlag - was sagen wir: auf einen Strahl! - in breit lächelnde Sonnenscheine. Da trinkt man doch gern ein Bier mehr…

Wenn man mit dem Bandbus dann vom „Gurten“ wieder runterfahren möchte, sollte man aufpassen, dass man nicht leichtfertig die falsche Abbiegung nimmt und sich auf einer der Mountain Bike Strecken wieder findet, obwohl so ein spätabendliches festgefahrener-Bus-aus-dem-Waldboden-Schieben durchaus seine lustigen Momente haben kann…

Soweit unsere Schweiz-Thesen für den Moment.

Mal sehen, was Basel morgen für uns bereithält.

Do-14-Februar-2008

Heute waren wir in einem Tonstudio und haben dort auf Flaschen gepustet und gesungen, aber nicht für ein kommendes Produkt aus unserem Veröffentlichungsspektrum, sondern für den lieben Kollegen Sebastian Krämer. Der war vor lauter zu tun gar nicht anwesend und wir hoffen, er mag, was wir dort an sein Lied dran dekoriert haben und es landet auf seiner nächsten CD. Naja, zur Not kann man das ja alles noch mit dem Computer und so…

Beim Stichwort Sebastian Krämer ist es angebracht, einen Gedankensprung zum Zebrano-Theater zu vollführen, denn der Sebastian ist einer der Herren Betreiber unserer Heimspielstätte. Und wo wir gerade davon reden

Für den 27.2.08, welches ein Mittwoch ist, haben wir aufgrund gesteigerter Nachfrage einen kurzfristigen Zusatztermin für „Liedgut auf Leergut“ anberaumt. Somit können wir im Anschluss an den Auftritt am 26. alles gleich stehen lassen und direkt an die Bar sprinten. Cool.

Mi-13-Februar-2008

Etwas, dass in den letzten Tagen sehr viel Spaß gemacht hat, war der Blick ins Gästebuch. Vorbildlich das Verhalten unseres Bielfelder Publikums vom vergangenen Sonnabend, sowohl während der Show, als auch anschließend hier auf dieser Seite. Kabarettisten, denen nichts einfällt, versuchen diesen Mangel sehr oft mit abfälligen Äußerungen zur Beschaffenheit Bielefelds samt dessen Einwohnerschaft zu kompensieren. Teilweise wird gar die gesamte Existenz Bielefelds bezweifelt. Wir sagen: Kabarettisten! Hört auf damit! Es trifft nicht zu! Wenn die Leute in Bielefeld über eure Witze nicht lachen sollten, liegt es mit Sicherheit nicht am ostwestfälischen Humorverständnis. Das fluppt nämlich ganz gut.

Vorgestern fuhren wir nach München. Da unser Auftritt erst für Dienstagmittag vorgesehen war, hatten wir den Montagabend zur freien Verfügung. Wir entschieden uns für ein Dinner im Hofbräuhaus, denn wenn man sich kein eigenes Bild macht, kann man sich auch schlecht ein eigenes Urteil erlauben.

Schnell fanden wir einen Platz abseits der Blasmusikkapelle und studierten Deftiges im Sinn die Karten. Unbemerkt hatte sich währenddessen ein Bediensteter an uns herangeschlichen und erschreckte uns mit einem zünftigen „Griaß Gott!“ Wir schauten auf, staunten kurz, um die Situation gleich darauf als logisch und selbstverständlich einzuordnen. Unsere Bedienung im Münchener Hofbräuhaus war ein lupenreiner Japaner. Der seinen Job gut versah und auch mit der etwas lauten italienischen Schülergruppe bestens klarkam. Den Rest des Abends verbrachten wir aber zufrieden im ruhigeren „Weissen Brauhaus“, während unsere Mägen dachten, es ist schon wieder Weihnachten und den Ringkampf mit den wohl portionierten Speisemengen aufnahmen.

Ganz anders dann am nächsten Tag das Catering bei der Pressekonferenz zur baldigen Ansiedlung eines GOP-Varietés in München, die wir als alte GOP Hannover-Spezies musikalisch abrundeten – es gab schonend zubereitete Köstlichkeiten auf mundgerecht gebogenen Löffeln. Gern lassen wir uns ab September immer mal wieder für ein paar Tage engagieren, hmjamjam…

Schluss für heute, wir haben jetzt Hunger gekriegt.

Freitag-08-Februar-2008

Dass wir die Seite ein wenig umgebaut haben, hat der eine oder andere sicher bemerkt. Z.B. Gästebucheintrag Nr 238 mit Namen „Huhu“. Klingt recht gespenstisch. Was sich die Eltern wohl dabei gedacht haben…

Die neuen Rubriken unter „Downloads“ und „Links“ erleichtern uns die Darstellung des heutigen Berichtes:

Wir kommen gerade aus Köln zurück, wo wir an der Aufzeichnung von Folge 76 der Sat 1 Sendung „Clever“ teilgenommen haben. Die Macher der Sendung waren ursprünglich nicht so sehr an unseren Flaschenblasfähigkeiten interessiert, sondern traten an uns als Besitzer allgemeinen Flaschenmusik-Knoffhoffs heran. Sie hatten da so eine Idee, in der eine Unmenge Glasflaschen, eine längeres Stück Weg und ein Paar Inline-Skater zentrale Rollen spielen. Jetzt merkt manch einer zu Recht an, dass diese Idee bereits zu Ende gedacht und umgesetzt wurde. Jeder, der zuhause ein Internet im Schrank stehen hat, kann das problemlos überprüfen. Unter „Links / Flaschenmusikführer international“ haben wir das Original des kanadischen Tausendsassas Michel Lauzière hinterlegt.

Wir haben das Prinzip nun gestern für Sat 1 gecovert. Nicht das Stück. Das haben wir selbst ausgewählt. So weit unser kreativer Anteil. Der Rest war gutes, altes Flaschenmusikerhandwerk. Um die 230 Flaschen stimmen, das ist mit etwas Ärmelhochkrempeln in 4 ½ Stunden zu schaffen, parallel markiert man die 64 Meter lange Strecke, stellt die befüllten Flaschen nach dem vorher ausgeklügelten Plan auf und muss anschließend nur noch einen Wagemutigen namens Frank durch den Parcours schubsen. Die Verantwortlichen von „Clever“ haben dankenswerterweise Vertrauen in unseren Fachbetrieb gesetzt und wir denken, wir haben dieses Vertrauen nicht enttäuscht.

Da sich in großen Produktionsgesellschaften Kommunikationswege gern mal ein wenig verästeln, hat man uns jedoch am Set zuerst nicht als Fachbetrieb der Branche „Flaschenmusik“ sondern als „die Kunst-Skater“ betrachtet. Nun. Franks Fähigkeiten in allen Ehren, aber in der Kunst-Skater-Branche erntet man bei Erwähnung des Namens „GlasBlasSing Quintett“ ausschließlich Schulterzucken.

Wir wollten bei „Clever“ natürlich nicht nur stille Dienstleister im Hintergrund sein und haben deshalb darum gebeten, auch etwas von unserer eigentlichen Kunst zeigen zu dürfen. Die „Clever“ Titelmelodie könne man sich vorstellen - also haben wir die einstudiert. Grundsätzlich besteht die „Clever“-Musik aus den „Let Me Entertain You“-Harmonien und hintendran ein wenig Gefrickel. In E. E ist nicht gut in der Flaschenblasmusik, wenn man das schön mit Bässen arrangieren will. Wir haben deshalb Gis gewählt.

Da man uns aber wie erwähnt nicht auf breiter Ebene als Flaschenmusik-Act auf dem Radar hatte, musste nun die eine oder andere Minute der Kunst des Kompromiss-Findens geopfert werden, mit folgendem Ergebnis zu Beginn der Aufzeichnung: Das Playback startet – in E, die Kamera schwirrt durch den Raum an den geplanten Experimenten vorbei, sobald sie sich anschickt, bei uns zu landen, wird das Playback heruntergefahren und wir starten noch mal in Gis. Dass wir die Titelmusik komplett spielen, ließ sich von unserer Seite nicht erfolgreich im Kompromiss unterbringen. Nun, unser Spion im Publikum sagte uns, es sei zu ertragen gewesen. Wenn es so gelassen wird. Wir sind gespannt. Ende März ist mit der Ausstrahlung zu rechnen. Wir sagen rechtzeitig bescheid.

Vorher aber, möglichst schon in der nächsten Woche, wollen wir unser „Making Of“-Video fertig stellen, das es dann unter „Downloads / Selbstgedrehtes“ zu sehen gibt. Und natürlich auch von hier aus.

Fr-01-Februar-2008

Es ist Monatsanfang, da gibt ´s natürlich eine Galerie mit neuen Pop-up erlauben, bitte.

Mo-28-Januar-2008

Wenn wir den Elan noch hätten, würden wir jetzt „juchhu, es geht nach Hause“ jubeln. So freuen wir uns eher im Stillen auf ein paar Tage Quarantäne. Was die Stille im Bus immer wieder unterbricht, ist ein Huster hier, ein Schnauber da, ein Nieser dort. Das Projekt „Kollektiv-Immunisierung“, auf dem wir uns durch gemeinsames Flaschenpusten in den letzten Jahren schon recht weit wähnten, weist noch eklatante Lücken auf.

Konzentriert haben wir uns durch unsere Auftritte beim Niedersächsischen Presseball und gestern Abend in Kaarst gearbeitet. Wir danken auf Seiten Hannovers einmal Reinhold Beckmann für die superlativreiche Ankündigung und der ausführenden Agentur für die reibungslose Umsorgung. Auf Seiten Kaarsts können wir dies nur wiederholen, nur dass der Name Reinhold Beckmann durch Kai Magnus Sting ersetzt werden muss, bzw. ausführende Agentur durch Uschi. Schön auch das erste persönliche Aufeinandertreffen mit dem Kollegen Moritz Netenjakob.

Unsere Pläne für die nächsten Tagen: Flaschen desinfizieren, gesund werden, hoffentlich eine weitere Immunitätslücke geschlossen haben.

Sa-26-Januar-2008

Haben wir die Woche bereits in Hannover begonnen, so melden wir uns zu ihrem Ende noch einmal aus dem Herzen Niedersachsens zurück. Zwischendrin waren wir auf der Kulturbörse Freiburg zum Zwecke geballter Veranstalterbezirzung. Wir haben den Eindruck, es ist uns gelungen, obwohl Peters Erkältung genau zum Kurzauftritt mit Sack und Pack in den Hals umgezogen war. Hinterher wollten es wieder ein paar gar nicht gemerkt haben. Und wir dachten, gerade Fachpublikum hört etwas genauer hin.

Gestern in Bonn war Peters Hals dann schon wieder halbwegs zwangsgeräumt. Die Erkältung hat darauf mit Besetzung der Nase reagiert. Wieder ist es den meisten nicht aufgefallen. Sehr aufbauend fand Peter das nun nicht gerade - dass es keinen großen Unterschied zu machen scheint, ob er gesund oder krank singt…

Unser Edel-Fan Yannic war wieder da, und wir haben Wort gehalten: Fritzes gut durchgeklopfter Helm erweitert jetzt handsigniert Yannics im Aufbau befindliches GlasBlasSing Quintett Museum. Yannic hat diesmal mit Endie den Flaschenspiel-Dirigenten gegeben, zwar mit einigen Ungenauigkeiten im Ablauf, aber dennoch der nötigen Entschlossenheit in der gestischen Ausführung. Ob er dann beim nächsten Mal mit Peter singt, um alle Positionen einmal durchlaufen zu haben, ließ er offen. Wir vermuten, ihn zieht es wieder zurück zu den Flaschen. Wir verstehen das.

Heute sind wir auf dem Niedersächsischen Landespresseball in Hannover. Sollte das Essen gut sein, Peter wird es nicht schmecken. Sollten die Damen verführerisch duftende Parfüms aufgelegt haben, Peter wird sie nicht riechen. Sollte Peter nicht mit voller Strahlkraft singen können, die Herrschaften werden es wahrscheinlich nicht bemerken. So gleicht sich alles aus. Oder so.

So-20-Januar-2008

Das GlasBlasSing Quintett ist wieder unterwegs, liebe Republik. Ein paar Wochen haben wir uns zurückgezogen, unsere Flaschen geputzt und Sozialkontakte gepflegt – jetzt geben wir unserem treuen Bus wieder die Sporen.

Am Sonnabend haben wir in Schüttorf überprüft, wie viel von „Liedgut auf Leergut“ die Feiertage in unseren Hirnen überstanden hat, um uns heute nach Hannover zu wagen, zur GOP Geburtstags-Gala. Im GOP Hannover läuft zurzeit, auch zur Geburtstags-Gala, die Varieté-Show „Ludgers Welt“. Alle Insassen Hannovers, die da in nächster Zeit noch hinwollen, lesen jetzt mal exakt 5 Sätze nicht mit:

Die Show beginnt auf der Bühne mit der fiktiven Aftershow. Alle Künstler sind in Lounge-mäßiger Kulisse versammelt und stellen spätnächtliches Künstlerverhalten nach. Wir als Spezialgäste wurden diesbezüglich links im Bühnenbereich an die Bühnenbar platziert, wo wir selbst Bier zapfen respektive trinken durften. Wir haben diese darstellerische Herausforderung selbstverständlich großartig gemeistert. Das Fass war noch vor Showende leer, wurde aber im Interesse der "Continuity" pünktlich zum Schlussbild durch ein neues ersetzt, so dass wir wie am Showanfang lässig an der Tulpe nippen konnten.

Jetzt können alle wieder mitlesen. Noch etwas ist uns im GOP widerfahren: Die Begegnung mit einer leeren, sehr leichten und sehr handlichen 1,5 l Chianti-Flasche, die - man höre und staune – ein bühnentaugliches Dis Kreuz wiederzugeben imstande ist. Der Hammer! Bisher war bei uns auf der Bühne bei Gis Kreuz Schluss, jetzt eröffnet sich der Weg abwärts in den tonalen Keller um eine ganze Quarte. Alle mitlesenden Flaschenmusikerkollegen sind nach dieser Sensationsnachricht sicherlich genauso aufgeregt wie wir! Im Kaufland am Hannoveraner Hauptbahnhof soll das Wunderwerk für 3 € pro Instrument zu ergattern sein. Wir benötigen 5 Exemplare, nicht weil wir ein Quintett sind, sondern weil vom Dis zum Gis 5 Halbtöne aufwarten. Noch unentschieden sind wir über unseren Umgang mit dem Inhalt der Chianti-Flaschen. Wollen wir ohne Kopfweh schnell damit musizieren, müssen wir mit unserer Tradition des persönlichen Instrumentenentleerens brechen und Fremdkräfte dazunehmen, bzw. noch problematischer: die süßlich-trockene Suppe ungenutzt verklappen.

Wir werden eine politisch korrekte Lösung für dieses Dilemma zu finden wissen.

Gleich morgen mittag nach dem Aufstehen.

Mo-31-Dezember-2007

Banden von laut böllernden Pubertanden machen schon seit Tagen auch dem größten Träumerchen unmissverständlich klar: Das Jahr 2007 ist alle! Es wird Zeit, das nächste aufzumachen. Wir werden dabei heute Abend tatkräftig mithelfen. Es nützt ja auch nichts.

Gewöhnlich wirft man am Jahresende einen Blick zurück. Für ein paar Zeilen wollen auch wir das tun:

2007 war ein Jahr, in dem es für uns kontinuierlich bergauf ging. Geübte Wanderer werden an dieser Stelle zustimmen: immer nur bergauf ist sehr anstrengend, da muss man Willen und Spaß an der Sache haben, sonst bleibt man schnell am Wegesrand zurück. Zum Glück gab ´s auf unserem Wanderweg deutlich mehr schöne als unangenehme Blicke ins Land. Zurzeit machen wir eine kleine Rast und versuchen uns dann 2008 weiter auf dem Weg Richtung Gipfel. Es fühlt sich gerade so an, als sollten wir die Wander-Metapher nicht noch weiter strapazieren.

Daher machen wir erstmal mit einer neuen Fotogalerie weiter. In ihr finden Überlegungen statt, welche Berufsoptionen uns gegebenenfalls außerhalb der Flaschenmusik zur Verfügung stünden. (Fotos)

Damit es soweit nicht kommt, nehmen wir uns für 2008 folgendes vor:

• „Liedgut auf Leergut“ weiterhin mit Volldampf unter die Menschen bringen

• dieses Programm komplett in Ton und möglicherweise auch Bild adäquat auf Datenträger bannen

• in weiteren „Ein Kutter Buntes“ Shows zeigen, was wir zwischendurch so alles zu lernen imstande sind

• über all dem und was vielleicht sonst noch mit uns passiert zurechungsfähige Zeitgenossen bleiben

Das ist ja schon mal ne ganze Menge.

Wir wünschen euch für 2008 ebenfalls größtmögliche geistige, körperliche sowie emotionale Zurechnungsfähigkeit.

Und lasst euch vorher nicht wegböllern.

Euer GlasBlasSing Quintett

So-23-Dezember-2007

Der Wochenendrückblick:

Am Freitag war ´s endlich soweit, wir traten zum „Best Of Ein Kutter Buntes“ an. Einerseits. Andererseits auch noch hintendran als „Kings Of Soul ´n Rollness“ mit handwerklich wertvoller Tanzmusik. Volles Programm also. Doppelt volles Programm. So voll, dass wir in der Vorbereitung vergessen hatten, die teilweise doch recht umfangreichen Umbauten im „Kutter Buntes“ Teil zu planen… Interessant ist, dass uns manch einer selbst nach dem herrlichsten Chaos immer noch bescheinigt, es wäre gar nicht aufgefallen bzw. es hätte ausgesehen, als wäre das alles so geplant gewesen. Nun ja… Wir sind dankbar über so viel Wohlwollen. Beim nächsten Mal wollen wir aber eine etwas größere Kongruenz zwischen Planung und Ausführung herstellen. Wir haben dafür etwas mehr als zwei Monate Zeit. Am 6. März 2008 geht ´s regulär auf dem Eastern Comfort Schiff weiter, mit dem nächsten Schwung neuer Songs und einem hoffentlich weiterhin guten Händchen bei der Stargastwahl. Und ebenso hoffentlich mit erneut gut gefüllten Bankreihen.

Die haben sich am Freitag leider etwas zu sehr gelichtet, bevor wir als „Kings Of Soul ´n Rollness“ verkleidet wieder auf die Bühne sprangen. Schade für alle Abwesenden. Dieser Teil der Veranstaltung darf nämlich das Prädikat „wertvoll“ am Revers tragen. Keine ungeprobten Umbauten, gut abgehangene Songs, glückliche, tanzende Menschen, die uns auch noch den letzten Song aus dem Gedächtnis quetschten, angeführt vom raumgreifend dahinschwebenden „Best Of Ein Kutter Buntes“-Abräumer Bodo Wartke… Kurz nach eins haben wir dem Ganzen aber ein Ende bereitet. Sonst wäre Fritze wahrscheinlich einfach umgefallen.

Wir denken, wir werden uns Ende nächsten Jahres noch einmal an dieses Showkonzept wagen. Jetzt, wo wir etwas genauer wissen, was man so manches besser machen kann…

Gerade sitzen wir in den Berliner „Wühlmäusen“ und warten auf unseren Auftritt beim Kabarett-Thronfolger Florian Schröder. Es ist eine Late-Show. Das hat uns heute glücklicherweise ein langes Ausschlafen garantiert. Gregor Gysi ist auch da, sehr erkältet, aber gewohnt geschickt mit dem Mund. Seinen 3 Sicherheitsbeamten erzählte er eben, dass gelegentliche gemeinsame Essen mit Guido Westerwelle für ihn deshalb sehr angenehm seien, weil niemand annimmt, dass es sich dabei um Koalitionsgespräche handelt. Ausschlaggebend für diese Äußerung war das gefakte Bild von Guido Westerwelle und Dieter Hallervorden gemeinsam in der Sauna an der „Wühlmäuse“-Garderobenwand. Die Geschichte kam gut an, deswegen baut Gregor Gysi sie jetzt auch wie zufällig ins Interview mit Florian Schröder ein. So macht man das als Bühnenprofi. Huch! Gleich sind wir ja dran. Jetzt mal schnell in die Uniform. Wir werden auf der Bühne nichts spontan über Guido Westerwelle erzählen, obwohl er 2005 auf der „Grünen Woche“ mal an uns vorbei geführt wurde und dabei wohlwollend sein Antlitz verzog. Das erzählen wir exklusiv nur euch.

Frohe Weihnachten, liebe Leute

Sa-15-Dezember-2007

Bevor wir über unseren Freitagabend erzählen können, prallt uns im Hotelzimmer die Meldung des Tages ins Gesicht: Marco W. kommt frei! Wird auf dem Nürnberger Flughafen erwartet, danach gleich weiter nach Frankfurt/Main, im Autokorso direkt zum Römer, auf den Balkon, anschließend Eintrag ins goldene Buch der Stadt… Nur Günther Jauch ärgert sich. Den Jahresrückblick 2007 hat er schon am letzten Wochenende durchgezogen. Oder gibt es jetzt vielleicht einen Nachschlag? Jahresrückblick 2007, Director´s Cut? War Kerner eigentlich schon oder kommt der noch?

Unser Blick jedenfalls geht nur nach vorn. Und wenn zurück, dann gerade noch bis gestern Abend. Wir haben in Rheinberg in einer evangelischen Kirche gespielt. Für uns Ostharzer Heiden keine allzu vertraute Umgebung. Während wir unser Programm so vor uns hinspielten, fielen uns hier und da Sequenzen auf, die man in der Regel in Gotteshäusern nicht unbedingt vorführt: Bier trinken, rülpsen, „das hat dir der Teufel gesagt!“ rufen… Nachdem aber auch „Personal Jesus“ zu keinen Unmutsäußerungen geführt hatte, war uns alles egal und Endie hat das Flaschenspiel aus Gründen der besseren Übersicht von der Kanzel aus dirigiert. Quatsch, bessere Übersicht – den ganzen Nachmittag hat er sich schon gefreut, von da oben aus den dicken Max zu machen. Und das, obwohl er nicht mal getauft ist! Zum Glück haben wir gerade keine Inquisition in Deutschland.

Ansonsten scheint in Rheinberg in diesem Jahr jeder das gleiche zu Weihnachten zu bekommen, und zwar entweder eine GlasBlasSing Quintett CD oder einen GlasBlasSing Quintett Flaschenöffner/schließer. Rheinberger müsste man sein…

Wir danken Rheinberg für den überwältigenden Abend und die anschließende Komplettabnahme unseres Merchandisingkontingents. Wir danken Gott für die Bereitstellung seiner Bude. Und wir danken unserem Techniker Jörg, dass er wieder halbwegs gesund ist und alles so schön beschallt und beleuchtet hat, auch wenn er jetzt einen komischen Pornobart trägt… Der kuriert sich vielleicht in den nächsten Tagen noch weg…

Mo-10-Dezember-2007

Da unser On the Road-Internet-Zugang in den letzten Tagen verstopft war, hier die Berichte vom Wochenende am Stück nachgereicht:

Fr-7-Dezember-2007

Auch wenn ihr uns auf der Bühne immer zu fünft seht, unterwegs sind wir in der Regel zu sechst, denn es müssen ja auch eine Vielzahl vom Armaturen und Reglern bedient werden, damit unsere Akustikabsonderungen gewohnt lieblich aus den Lautsprechern zwitschern bzw. die richtigen Scheinwerfer die richtigen Farben auf unsere eigentlich weißen Hemden werfen. Dafür haben wir uns den Jörg gebaut und ihn mit entsprechender Software versehen. Heute Morgen erschien jedoch auf seinem Display eine Virusmeldung, es rumpelte bedenklich im Gehäuse, anschließend ließ er sich nicht mehr richtig hochfahren. Es blieb uns nichts anderes übrig, als ihn zuhause zu lassen und ihm ein anständiges Antivirenprogramm zu verpassen. Gute Besserung, Kollege!

Zugegeben, das Mehr an Raum im Bus ist schon recht komfortabel, aber damit hören die Vorteile unserer momentanen Jörglosigkeit schon auf. Der Markus hat zwar heute Abend in Wolfenbüttel sein erstes Flaschenmusikkonzert hinterm Pult sehr gut gelöst, das Notfall-Jörgprogramm, das wir ihm am Nachmittag noch schnell auf die Festplatte gespielt hatten, lief ohne nennenswerte Fehlermeldungen, aber wir hoffen, dass wir schnellstmöglich wieder auf unsere lizenzierte Vollversion zurückgreifen können.

Ansonsten viele bekannte Gesichter im Publikum. Die einen haben uns schon mal engagiert, mit anderen haben wir signifikante Abschnitte unseres Lebens verbracht, wieder andere haben uns auf die Welt gebracht, großgezogen und sind extra die 40 Minuten aus dem Ostharz herübergefahren, um uns nachträglich unsere Nikolaustütchen zu überreichen. Was uns einerseits gefreut hat, andererseits Sorge in uns keimen lässt: ein Elternsegment hat es sich nicht nehmen lassen, für jeden von uns ein Präsentsackl zusammenzustellen. Wenn sich nun die Restelternschaft so verhält, wie Eltern sich gern mal verhalten, dann besteht die Gefahr, dass sich demnächst der schönste Geschenkewettbewerb entspinnt und wir vor lauter Tütchen im Bus bald gar nicht mehr aus dem Fenster gucken können. Vor allen Dingen, wenn unser Jörg wieder läuft.

Wir bitten daher um Mäßigung und Disziplin.

Sa-8-Dezember-2007

Letztens warteten wir in Datteln beim „Best of Nachtschnittchen“ am Bühnenrand auf unseren Auftritt. Dabei wurden wir Zeuge, wie eine uncharmante Äußerung zur Stadt Arnsberg für saalübergreifendes Vergnügen sorgte. Wir konnten nicht mitlachen, da uns das notwendige regionale Insiderwissen fehlte, um den Seitenhieb zu verstehen. Da wir aber wissbegierig sind, haben wir uns heute in Arnsberg höchst selbst zum Thema sachkundig gemacht. Uns wurde erklärt, dass Nordrhein-Westfalen in fünf Regierungsbezirke unterteilt ist und Arnsberg einem dieser Bezirke sozusagen als Ombudsstadt vorsteht. In den Grenzen dieses Bezirkes finden sich jedoch auch hochrangige Metropolen wie Dortmund, Bochum und eben Datteln wieder, nach deren Gusto die Sachlage nicht unbedingt zu sein scheint. Man fühlt sich im Pott dem Hochsauerlandkreis, in dessen Mitte Arnsberg erblüht, mental scheinbar eher fremd und wäre wohl lieber von Seinesgleichen administriert. Zum Glück wird dieser ethnische Konflikt nicht gewaltsam ausgetragen, sondern zivilisiert durch ein paar Sticheleien von Kleinkunstbühnen herunter. Wir konnten anhand der Publikumsreaktionen keine Unterschiede zwischen den Bevölkerungsgruppen feststellen. Arnsberger Begeisterung klingt kein bisschen anders als Dattelner Begeisterung.

Der Herrmann hat es dem Markus aus Wolfenbüttel gleichgetan und einen würdigen Ersatz-Jörg abgegeben. Arnsberg ist jetzt mit einer relevanten Anzahl GlasBlasSing-Flaschenöffner/schließer ausgestattet. Außerdem haben wir eine uns 2007 mit am häufigsten gestellte Frage jetzt auch auf sauerländisch in unserer Sammlung: „Oich habbich do letztens in Feanseh gesehn, woll?“

Zufrieden mit dem Lauf der Dinge lassen wir uns nun vom werten Herrn Veranstalter noch in einen Irish Pub entführen.

So-9-Dezember-2007

Wir hätten den Arnsberger Pub-Abend etwas weniger gewissenhaft durchziehen sollen... Heute Morgen liefen wir alle mit ordentlichen Pub-Nasen rum... Es wurde über den Tag leider nicht besser... Am Abend beim „Best of Comedy Carl“ in Essen hatten wir immer noch ein paar Knoten in den Moderationstexten... Zum Glück machen wir auf der Bühne hauptsächlich Musik. Die dafür zuständige Hirnregion erwies sich dankenswerterweise als regenerativer als das Sprachzentrum. Mehr Sätze lassen sich für heute aus der Buchstabendrüse nicht herausquetschen.

Gute Nacht.

Mo-10-Dezember-2007

Goal-Fever Guesthouse Altenessen: Du bist eigentlich ganz in Ordnung. Z.B. hast du uns ohne viel Tamtam 9:30 Uhr als Frühstückszeit angeboten, obwohl du die Nahrungsmittel normalerweise schon um 9 Uhr wieder in den Kühlschrank sperrst. Kommt unserem arbeitsbedingt versetzten Biorhythmus sehr entgegen. Kurze Anregung: wenn du die einzigen Gäste im Stockwerk 2 schon länger schlafen lässt, dann gewähre auch den Servicekräften einen späteren Einsatz bei der Stockwerksrestauration. Oder lass die Damen dabei statt hochhackiger Stiefel gaaanz plüschige Plüschpantoffeln tragen. Und richte ihnen aus, dass es schwer nachzuvollziehen ist, warum der einzig vorhandene Stuhl im Nebenzimmer über 20 Mal hin- und hergerückt werden muss. Es ließ sich auch aus den Gesprächen der Kolleginnen nicht erschließen.

 

Do-6-Dezember-2007

Oft stellen sich nach absolvierten Auftritten Leute vor uns hin und behaupten, sie hätten das, was wir machen, schon mal dann und dann da und da genauso gesehen. In den seltensten Fällen jedoch erreichen Behauptung und Realität bei anschließender Recherche Deckungsgleichheit. Die Anzahl ernstzunehmender Flaschenmusikwerke ist auch bei weltweiter Internetsuche überschaubar.

Aus Australien wurde uns folgender Link zugesandt. Er hält, was uns versprochen wurde. Wartet die unter Umständen etwas längere Ladezeit unbedingt ab. Wir finden, für wahre Flaschenmusikanhänger lohnt sich die Mühe: (>> http://www.vbsymphony.com.au/view )   Habt ihr euch auch das „Making of“ angesehen? Obwohl sicherlich bei der finalen Erstellung der Musik auf Errungenschaften zeitgenössischer Studiotechnik zurückgegriffen wurde – die haben das tatsächlich für Flaschen arrangiert und auf Flaschen gespielt. Wir nicken anerkennend Richtung Weltunterseite.   Aber braucht man dazu gleich ein ganzes Sinfonieorchester? Kann man das nicht auch kammermusikalisch umsetzen, z.B. von einem Quintett? Uns diente als Kammer das Zebrano-Theater in Berlin-Friedrichshain und als Quintett wir selber. (>> Video)   Vielen Dank an Lena Aebli für die filmische Umsetzung.   Eine DVD, auf der Endie am Anfang etwas auf Englisch sagt, ist schon mit der Post nach Australien unterwegs. Wer weiß, nachher werden wir ja noch Werbe-Ikonen im Land von Kylie, Russel und Nicole.       Text für Startseiten-Button   Wir zeigen Australien, wo der Bumerang hängt     (die gesamte Schrift als Link zum Newsbereich)    

Mo-3-Dezember-2007

Vor etwa einem Jahr haben wir uns an dieser Stelle darüber gewundert, wie schnell so ein Jahr doch vorbei braust. Als Messpunkte dienten unsere Auftritte auf dem „Weihnachtszauber“ in Berlin 2005 und 2006. Im Dezember 2006 waren wir auch für ein paar Tage Spezialgäste in der Weihnachtsgala in Hamburgs „Schmidt-Theater“. Man ahnt, worauf diese Datenaufzählung hinausläuft: Just an diesem Wochenende absolvierten wir erneut Auftritte als Überraschungsgäste der „Schmidt-Weihnachtsgala“, Version 2007, kopfschüttelnd angesichts der Tatsache, dass zwischen beide Auftrittsserien tatsächlich ein ganzer Kalender passt.

Wir haben in der Weihnachtsgala ein hawaiianisches Weihnachtslied gelernt, nein, genauer gesagt ein amerikanisches Lied über Weihnachten auf Hawaii namens „Mele Kalikimaka“, das sich so charmant im Ohr einnistet, dass ihr besser nicht zu unseren nächsten Auftritten kommt, wenn ihr nicht angesteckt werden wollt. Die Rechtschreibkontrolle am Computer behauptet übrigens, dass es korrekt „hawaiisch“ heißen muss. Wir besitzen aber ein anders gelagertes Sprachempfinden.

Moderiert wird die Weihnachtsgala in diesem Jahr von Kay Ray. Eine Warnung für alle, die demnächst in eine Kay Ray Show zu gehen gedenken. Wagt es ja nicht, mittendrin einfach auf Toilette zu gehen!! Außer, ihr möchtet, dass die Show genau deswegen extra für euch unterbrochen wird und der ganze Saal der gesamten Prozedur ungeteilte Aufmerksamkeit schenkt. Den Spruch, den Kay Ray dazu vergleichend präsentiert, möchten wir hier nicht vorwegnehmen, sind aber mental ganz auf seiner Seite, was den Kampf gegen die Mittendrinrausgeh-Unsitte anbelangt. Sicherlich werden Katrin und Nadine nach ihren Erfahrungen von gestrigen Abend im Leben nicht mehr in irgendeiner Show den geringsten Harndrang verspüren.

Nach der Show machten wir im Foyer des „Schmidt-Theaters“ übrigens die Bekanntschaft von „Inkasso-Henry“, einem ortsansässigen Geschäftsmann, Freund des Hauses und Urgestein. „Inkasso-Henry“ drückte uns ohne viel Tamtam eine von ihm initiierte Postille namens „Makrele“ in die Hand, kurz nachdem er, ebenfalls ohne viel Federlesens, mit heiserem Kiez-Timbre seine Lebensverdienste, deren Zahl nicht gering zu nennen ist, stichpunktartig aufgezählt hatte. Zu einer anschließenden, mehr inhaltlich gelagerten Konversation fehlte dann leider die Gelegenheit. Vielleicht beim nächsten Mal. Henry tritt am kommenden Freitag in der „Schmidt-Karaoke-Show“ mit Seemannsliedern auf. Es wäre nett, wenn der eine oder andere dem Henry von uns einem schönen Gruß und toitoitoi ausrichten könnte. Wir treten nämlich parallel in Wolfenbüttel auf und können daher leider nicht vor Ort sein.

Danke.

Nachdem wir gerade „Inkasso-Henry“ gegoogelt haben, wissen wir nun, dass er hauptberuflich Portier des „Moulin Rouge“ ist. Auch dort ließe sich unsere Grußbotschaft also ausrichten.

Nochmals danke.

Beim googeln ist uns noch ein Zitat von „Inkasso-Henry“ in die Hände gefallen. Während sein Mercedes gewaschen wurde, soll er einmal festgestellt haben: „Ein Auto muss sauber sein. Eine Frau muss sauber sein.“

Der Henry...

Fr-30-November-2007

Um ´s gleich auf den Punkt zu bringen: Unser Auftritt in Hanaus „Amadeo“, der inoffiziellen Stadthalle, war ein reines Vergnügen. Ohne wenn und aber. Ein schöner Monatsabschluss.

Gegen Monatsende gibt ´s für die Newslettergemeinde auch immer den neuen Terminüberblick für die nächsten 4 Wochen. Diesem Turnus unterliegt ab jetzt auch die Veröffentlichung neuer Foto-Galerien. Hier geht ´s direkt zum aktuellen Album (Fotos).

Mehr Worte müssen im Moment nicht verloren werden.

Do-29-November-2007

Die gestrige Abhandlung zum Wesen der 3 Berufsausübungsgebiete des Kleinkünstlers ist vielleicht im Falle des Gala- und Eventbereichs ein wenig zu pointiert ausgefallen. Im Überschwang des tollen Abends in der Braunschweiger „Brunsviga“ lag der Fokus unter Umständen ein wenig zu sehr auf den Nachteilen dieses Auftrittsgenres. Nicht, dass wir inhaltlich Falsches aufschrieben, doch eine künstlerische Quälerei sind diese Art von Shows nur in den allerseltensten Fällen. Heute zum Beispiel, bei der Marketing Preisverleihung der niederrheinischen Wirtschaftsförderungsgesellschaft in Kevelaer, wie war ´s denn da? Gut bezahlt? Wir denken schon. Gut verpflegt? Aber hallo! Es gab zu später Stunde für jeden, der wollte, einen Pott feinster Muscheln zum Verzehr. Gut beim Publikum angekommen? Wir dürfen auch dies uneingeschränkt bejahen, trotz einer unterirdisch schrägen Version von „Ploppcorn“ - eine falsche Flasche sorgte für vitales Knirschen im Harmonieempfinden. Also alles super? Naja, natürlich, wir haben das gestern schon zu Recht bemerkt, der Hauptreferendar von der niederrheinischen IHK hatte lieber ein paar Fakten zur Geschichte und Gegenwart der niederrheinischen Ökonomie zu viel als zu wenig dabei. Und wo er sie schon mal mit hatte, da hat er sie auch alle gleichberechtigt ausgeführt.

Das gab uns aber Gelegenheit, schnell in den Bus zu hüpfen und den Deutschlandfunk einzuschalten, denn dort lief ja ein Portrait über uns. Ha! Was haben wir denn da hören dürfen! Nahezu sämtliche Songs der zweiten „Ein Kutter Buntes“ Show vom vergangenen Juli! Noch mal zur Erklärung für alle, die uns erst heute Abend im Radio kennen gelernt haben. In dieser Show spielen wir immer nur neue Lieder zum allerersten Mal. Als Test für ´s in ferner Zukunft liegende zweite Programm. Diese Songs sind kein Bestandteil unseres aktuellen Programms „Liedgut auf Leergut“, die gibt ´s somit eigentlich noch gar nicht. Und auf einmal laufen die im Radio. Quietschen vorn noch und knarzen hinten. Obendrauf rumpelt dann unter der schmeichelhaften Bezeichnung „Jam“ das total in die Hose gegangene Schlusslied der Show aus den Lautsprechern („Kommt bald zurück zum GlasBlasSing Quintett“ auf der Musik von „Srgt Peppers Lonely Hearts Club Band“ – so unser ursprünglicher Plan...). Hihi. Ihr solltet mal unsere Zehennägel sehen, die sind immer noch nicht wieder runter gerollt. Eure vielleicht ja auch noch nicht. Aber warum lassen wir die Radioleute „Ein Kutter Buntes“ auch mitschneiden? Da brauchen wir uns nicht zu wundern, wenn sie das Material letztendlich rigoros verwenden. Alles in allem sind wir jedoch sehr zufrieden. Einige „Liedgut auf Leergut“ Songs, teils von der CD, teils aus dem Programm wurden ja auch noch gespielt.

Möhre hat feststellen dürfen, dass in so manch salopp dahingesagtem Sprüchlein manchmal weniger ironischer Unterton mitschwingt, als man annimmt, und auf einmal klingen die Welteroberungsaussagen unter Umständen nach bitterem Ernst. Oder Moment... hatten wir uns nicht letztens darauf verständigt, dass wir das ab jetzt auch ernst meinen? Müssen wir nachher noch mal drüber beraten...

Im Gästebuch gab ´s ja schon ein bisschen Bewegung, auch wenn die Aussagen derer, die es verpasst haben, dass sie ´s verpasst haben faktisch sicherlich richtig, jedoch... naja... nicht wahr?!

Wir sollten wohl besser doch die Welt erobern. Dass man uns verpasst hätte, dürfte dann schon mal nicht mehr behauptet werden können.

Mi-28-Novermber-2007

Dem professionellen Kleinkünstler bieten sich generell 3 Sparten an Auftrittsmöglichkeiten. Einmal die zumeist überzeugend bezahlte Welt der Gala- und Firmenveranstaltungen. Da kann es mitunter passieren, dass der Kleinkünstler sich nicht immer so recht am richt´gen Platze fühlt. Er wird von langer Hand minutiös in Menu- und Ansprachenfolgen eingeplant, die grundsätzlich nie aufgehen, da es geladenen Gesellschaften selten gelingt, unisono die estimierten 20 Minuten für den Hauptgang einzuhalten bzw. gerade die Redner, die von Anfang an betonen, nicht durch langes Palavern nerven zu wollen, regelmäßig dramatisch daran scheitern. Wenn er besonderes Pech hat, ist der Großteil der Anwesenden nicht freiwillig, sondern auf Geheiß der Firmenleitung vor Ort und mag sich dann nicht auch noch amüsieren müssen.

Auftrittsmöglichkeit Nummer 2 ist der Soloabend mit dem eigenen Programm. Die Königsdisziplin. Die Leute kommen mit dem Vorsatz, sich unterhalten zu lassen, sie kommen überwiegend mit dem Wissen, für welchen Künstler sie ihr Geld ausgeben sollen und der Absicht, dies auch zu tun. Was auf der Bühne passiert und wann es passiert, entscheidet der Kleinkünstler selbst. Er hat es sogar in der Hand, die Einnahme von Speisen und Getränken im Publikum während des Auftritts auf ein vernünftiges Maß zu minimieren. Nicht immer stapeln sich am Ende des Abends die Schekel so hoch wie im Gala- und Firmenfeieruniversum - trotz drei bis vier Mal längerer Arbeitszeit auf der Bühne – aber der Kleinkünstler fühlt sich nach einem Soloabend im Zentrum dessen, was er ist, und das ist nicht klein, nicht Zubehör, nicht Spaßutensilie eines Eventagenturkonzepts zu sein, sondern in Bezug auf den Wortstamm der Berufsbezeichnung: Künstler. Nicht Dienstleister.

Disziplin Nummer 3 sind Mixshows. Der Kleinkünstler tritt zusammen mit 2 oder 3 Kollegen auf, bekommt eher wenig Geld aber meist viel Applaus von einem Publikum, das weiß, dass man geräuschlos vor sich hindösen auch zuhause vor dem Fernseher kann. Im besten Fall kommen die netten Leute bei nächster Gelegenheit in den Soloabend und schon kann er es sich leisten, nur bei den Gala- und Firmenveranstaltungen aufzutreten, die ihm neben Bezahlung auch eine würdevolle Berufsausübung zugestehen. Solche gibt ´s ja zum Glück auch.

Wir möchten heute eine Mixshow über den grünen Klee loben. Es ist der „Spezial Club“ von Desimo, den dieser regelmäßig in Hannover, Braunschweig und, wie wir aufgeschnappt haben, Wolfsburg durchführt. Wir bestätigen hiermit die außerordentliche Güte der Spielstätten, des Publikums sowohl in Anzahl als auch mentaler Teilnahme am Geschehen, der Technikkoordination, der Unterbringung und der lückenlosen Rundumverpflegung für unsere eigentlich nimmersatten Schlünder. So stellt man sich das vor.

Natürlich ist es nicht so, dass wir sonst nur in stillgelegten Bahnhofshallen vor missmutigen Wachkomapatienten spielen, für 5 Tassen lauwarme Instantbrühe, einen Gruppenbusfahrschein und einer Übernachtung bei der mit dem Veranstalter befreundeten Familie Hempel unterm Sofa. Nichts liegt uns ferner, als diesen Eindruck zu erwecken. Aber die Abende gestern und vorgestern – das war schon von vorn bis hinten toll. Wird man ja wohl mal sagen dürfen.

Erfreut sind wir ebenfalls über das Wiedersehen mit den lieben Kollegen Jochen Falck und René Marik, sowie unseren ersten Begegnungen mit Martina Schwarzmann und Matthias Egersdörfer. Mögen ihre Programmabende voll, ihre Gala-Abende angenehmer Natur und ihre Mixshow-Auftritte immer auf Desimos „Spezial Club“ Level sein.

Nichts weniger.

 

Sa-24-November-2007

Wir stellen fest, dass wir uns an die Atmosphäre in gut besuchten, weitläufigen Auftrittsräumlichkeiten gewöhnen könnten und stufen das gestrige Experiment „Das GlasBlasSing Quintett lädt in den Berliner Postbahnhof“ als gelungen ein. Jetzt schauen wir in Ruhe, ob wir es 2008 noch einmal wiederholen. Oder gleich einen auf Mario Barth machen und ins Olympiastadion umziehen... Quatsch. Besser in die O2 Arena, die ist bis dahin vielleicht fertig und steht für uns gut erreichbar zwischen Postbahnhof und Eastern Comfort Schiff daheim in Friedrichshain. In diesem Zusammenhang bitten wir noch einmal um Vergebung bei den beiden enttäuschten Damen, die ein klein wenig zu Recht monierten, dass wir gestern unsere Friedrichshain-Hymne nicht gespielt haben. Die wäre sicher nicht deplatziert gewesen. Andererseits hätten wir dann nicht „Monika“ aufführen können, einen der brandneuen Songs, die wir hier und da mal einstreuen, und das wäre doch auch schade gewesen.

„Monika“ werden wir aufgrund des allseitigen Anklangs sicherlich auch am 21.12. bei der „Best of Ein Kutter Buntes Show“ nicht weglassen können. Wir legen allen Interessenten rechtzeitiges Reservieren nahe.

Die Petra hat sich im Gästebuch über die Sat 1 Comedy Falle entrüstet. Nun, wir haben die Sendung hier auf unserer Seite absichtlich nicht so an die große Glocke gehängt, da Auftritte dieser Art für Leute, die uns schon kennen, wenig Sehenswertes bieten. Andererseits müssen wir auch versucht sein, die Leute, die uns noch nicht kennen, auf uns aufmerksam zu machen. Und denen scheinen die 90 Sekunden wiederum gefallen zu haben. Sich im Fernsehen ein Präsentationsumfeld nach eigenen Vorstellungen zu erarbeiten ist ein zähes Unterfangen. Da muss man mit manch Kompromiss leben können, oder eben nicht und auch mal nein sagen. Im Spannungsfeld beider Optionen gedenken wir künftige TV-Präsenzen zu gestalten.

Und letztendlich: ist ja nur Fernsehen.

Fr-23-November-2007

Ihr seid schon lustig. Da zeigt man uns als finale Kandidaten in einem „Nachwuchstalente-Wettbewerb“ in der Nebenschiene einer Mittwochabend-Fernsehshow, und zwar im Vergleich zu den eh schon knapp bemessenen 2 Minuten bei der Aufzeichnung noch mal drastisch gekürzt für kaum spürbare 90 Sekunden. Obendrein einigt sich das Studiopublikum eindeutig auf eine andere Darbietung. Und was macht ihr? Ihr knallt uns das Gästebuch voll, als wären wir bei Wetten dass…? gewesen. Gut, richtiges Vollknallen sieht anders aus, aber für unsere Gästebuchverhältnisse war das eine Eruption!

Wir wollen uns auch nicht beklagen, aber ihr habt keine Ahnung, was das letztendlich bei uns anrichtet. Warum ist nach TV Total so gut wie gar nichts passiert? Lag ´s an der Songauswahl? Sollten wir zukünftig nur noch allerknappste Songskizzen spielen? Können Sat 1 Zuschauer besser mit dem Internet umgehen als Pro Sieben Gucker? Ist Kai Pflaume der gästebuchadäquatere Moderator bzw Stefan Raab eine diesbezügliche Bremse?... Vielen Dank, sollte irgendwann noch mal eine Fernsehanfrage bei uns reinflattern, werden wir die tollste Endlosdiskussion haben, wie wir uns verhalten sollen. Dabei hatten wir uns nach der Aufzeichnung so ein schönes Konzept überlegt. Und dann kommt ihr und vermittelt mal eben den Eindruck, dass genau solche Auftritte funktionieren. Als hätten wir keine anderen Sorgen...

Ok, wenn ´s so viel Anklang fand, dann erwarten wir aber heute Abend im Berliner Postbahnhof auch geschlossene Reihen! Und eine Stimmung wie am vergangenen Montag während unseres Kurzauftritts bei Bodo Wartke im Quatsch Comedy Club. Und einen ordentlichen Schwung neue Gästebucheinträge. In Schönschrift.

So-18-November-2007

Gleißendes November-Grau umspielt die alerte Silhouette unseres korsikablauen Renault Trafic. Gierig saugt grad eben noch der Tankschlund am Zapfhahn, während diesig-dieselig der Mittagsdunst die Tanksäulen empor kriecht. Geschmeidig gleiten wir auf frostig-kühlen Asphaltkorridoren, umsäumt von morastbraunen Astgewirken, unseren lang entbehrten, staubsatten, entheizten Wohnstuben entgegen. Windräderrudel haben sich auf den Feldern versammelt und betreiben gedankenverloren ihr notorisches roundandround. Wohlig summt Patricia Pantels Stimme in unseren Gehörgängen, wie sie, rauchig vertraut, die Ouvertüre zur zweiten Stunde „Die Sonntagsfahrer“ auf Radio 1 haucht. Glücklich nennen kann sich der, dem heimzukehren… HUCH! Ein toter Fuchs auf der Fahrbahn!

Es hilft nichts, man kann sich den November nicht schön dichten. Er hat sich von allen Monaten die meiste Mühe gegeben, seine verborgenen Reize eben solche sein zu lassen. Gerade sagt das Radio auch noch, dass heute Volkstrauertag angesetzt ist. Da haben die Veranstalter ja richtig Glück mit dem Wetter.

Wir hatten gestern Abend in Salzgitter richtig Glück mit unserem Publikum. Es passte genau in die schnuckelige ehemalige evangelische Kirche und verhielt sich passender Weise überhaupt nicht andächtig. Natürlich haben wir am Ende wieder einen Schnappschuss gemacht. Wir sollten demnächst eine Extragalerie für diese erfolgreiche Endlosserie einrichten. Hier folgt jetzt eine Galerie zu unserem Tag bei TV Total. Keine Angst, sie wird nicht mittendrin für die Werbung ausgeblendet. Pop-up erlauben, bitte.

Der eine oder andere Einwohner Berlins kann sich von uns aus gern noch für unsere „Liedgut auf Leergut“ Aufführung am kommenden Freitag im Postbahnhof entscheiden. Wir haben uns angesichts der Menge der infrage kommenden Personen bewusst für eine größere Location entschieden. Für alle, die von uns ausdrücklich etwas anderes als „Liedgut auf Leergut“ sehen wollen, haben wir unter „Programm“ ein drittes Infoblatt bereitgestellt. Es fängt mit „B“ an. Empfehlenswert ist es, beide Veranstaltungen zu besuchen, inhaltliche Überschneidungen sind nämlich nicht zu befürchten.

bis gleich

Das GlasBlasSing Quintett

Sa-17-November-2007

Wir hatten uns das fein überlegt. Wir wussten, unser Fan Yannic kommt zum dritten Mal in diesem Jahr zu „Liedgut auf Leergut“. Diesmal nach Fulda. Und er hatte bisher nicht nur jedes Mal seine geduldige Mutter mit dabei – denn ein paar Jahre bis zur Volljährigkeit muss der Yannic noch absolvieren - nein, die beiden führten uns auch regelmäßig frisches Sympathisantenmaterial zu. So auch gestern Abend. Der Yannic meldete sich wie immer vorbildlich zum Flaschenspiel und hat nunmehr alle 3 Spielpositionen mit Bravour durchlaufen. Beim nächsten Mal wird er dann singen müssen. Oder fakultativ Endies Position als Einpeitscher übernehmen…

Wir hatten uns jedenfalls überlegt, dass wir dem Yannic zu seinem dritten Besuch etwas schenken sollten. Aber nicht irgendwas, sondern eine original GlasBlasSing Quintett Requisite. Eine Requisite, die uns seit der „Liedgut auf Leergut“ Premiere treu ergeben begleitet hatte und nun ihren wohlverdienten Ruhestand in Yannics Kinderzimmer verleben darf. Und so trennten wir uns von unserem guten alten Gis Kreuz, das regelmäßig bei „Viva Las Vegas“ Frank an den Rand der Erschöpfung getrieben bzw. sich stets klaglos bei „GlasBlasSingDing“ von Möhre den Hintern versohlen lassen hatte. Kein schlechtes Geschenk, dachten wir, Instrumente von wirklich materiellem Wert haben wir eh nicht auf der Bühne, also wählten wir eines, dem man das tägliche Zusammensein mit uns auch wirklich ansehen kann und signierten es nach Strich und Faden.

Und dann stach uns der Yannic brutal aus, denn er hatte auch ein Geschenk mitgebracht. Einen Kuchen. Selbstgebacken. Für uns. In Flaschenform. Mit GlasBlasSing Quintett Schriftzug. Drumrum wir als Figuren arrangiert. Und eine Möhre aus Zuckerguss für, na…, ihr wisst schon…

Seht selbst. >> -halle.de/

Hier noch mal in groß. >> -halle.de/

Und wir standen da mit unserer ollen Plastepulle. Klarer Punktsieg für Yannic. Aber wir werden uns revanchieren. Im Januar in Bonn.

Den Kuchen haben wir eben gerade verputzt. >> -halle.de/ Er hat ausgezeichnet gemundet.


Do-15-November-2007

So, Leverkusen gehört jetzt auch zum Orden der „Liedgut auf Leergut“ Städte. Das K1 war gestern Abend voll bis unter die Hutschnur, was zugegeben nicht so die große Kunst ist, vor allen Dingen, wenn unsere Agentur alle verfügbaren Verwandten, Bekannten und Schwippfreunde mitbringt. Die Stimmung darf aber ins obere Tabellendrittel, sagen wir mal Champions-League Qualifikation, eingeordnet werden.

Tagsüber hatten wir - nicht ganz freiwillig - Gelegenheit, uns in Leverkusens Innenstadt zu verlustieren. Nun, hier möchten wir den Maßstab Champions-League eher nicht anlegen müssen. „Hannover des Rheinlands“ wäre ein vielleicht nicht so glamouröser, aber immerhin ehrlich verdienter Titel. Um ihn demnächst an einen anderen Interessenten weiterreichen zu können, finden in Leverkusen gerade umfangreiche Baumaßnahmen statt. Wir sagen: nur zu! Nichtsdestotrotz befinden sich die Geschäfte von innen in Topzustand, so dass wir die Zeit zur Optimierung unserer Privatgarderobe zu nutzen wussten.

Heute Morgen bekamen wir eine sehr schmeichelhafte WAZ-Kritik über unseren Auftritt in Herne vom 7.11. in die Hände. Wir sind sehr erfreut über die Tatsache, dass ein paar weiterführende Informationen offensichtlich auch über unsere Seite eingeholt wurden (speziell Newseintrag 5.11.07). Doch etwas ging da wohl beim Lesen durcheinander: Wir werden im Februar 2008 definitiv nicht mit einem zweiten Programm namens „Ein Kutter Buntes“ auf Tour gehen. Es wird zu diesem Zeitpunkt gewiss eine weitere Ausgabe dieser auf Berlin beschränkten Showreihe geben, in der wir im Hinblick auf Programm Nummer 2 wieder brandneues Material ausprobieren werden. Vielleicht spielen wir wie gestern in Leverkusen innerhalb von „Liedgut auf Leergut“ auch mal den einen oder anderen neuen Songs als Zugabe. Für eine Tour mit neuem Material muss jedoch erst der Boden bereitet werden. Dazu haben wir noch einige weiße Flecken auf unserer Gastspiel-Landkarte zu tilgen. Irgendwann werden wir dann feststellen: die Einführung der Allgemeinheit in die Flaschenmusik ist vollzogen, die Zeit reif für Stufe 2.

Morgen fallen wir zur Beschleunigung dieser Prozesse über Fulda her, übermorgen wird mit Salzgitter nicht lang gefackelt.

Harhar!

Mi-14-November-2007

Der eine oder andere aktuelle Gästebucheintrag der letzten Tage soll unsererseits eine Stellungnahme erfahren:

Michaela (Eintrag 179) spricht das Thema „Live-CD“ an. Was sie sicherlich meint, und damit steht sie nicht allein, ist eine „Live-DVD“. Flaschenmusik, zu fünft live gespielt, ohne Bilder dazu – man sollte diesen Hörgenuss nicht überbewerten… Eine DVD hingegen, das würde uns auch gefallen. Leider wird das noch ein wenig dauern, denn es soll ja auch vernünftig finanziert umgesetzt werden. Bis zum 9. Mai 2008, liebe Michaela, haben wir das Geld vielleicht zusammen und machen dann unter Umständen schon die ersten Aufnahmen, nicht in Bremen, aber gar nicht so weit entfernt davon in Melle.

„Babsale“ (Eintrag 183) fragt nach Fotos aus dem Oktober. Wir haben selbstverständlich welche gemacht und inzwischen auch die Zeit gefunden, sie um ein paar willkürliche rote Fäden herum zu neuen Galerien zu verweben. Eine Zusammenstellung zu „TV Total“ wird in den nächsten Tagen frei geschaltet. Damit steigen wir dann nach längerer Pause wieder in den seriellen Bildversorgungsmodus ein, d. h. in angemessenen Abständen aber regelmäßig stellen wir neue Foto-Love-Storys in die Welt…

Dr. Norberg Schneider (Eintrag 184) klagt über Probleme bei der Cis Null Intonation. Grundsätzlich lässt sich sagen: wenn das Instrument optisch keine Mängel erkennen lässt, ist der Fehler zu hundert Prozent beim Flaschenbläser zu suchen. Besitzer unserer CD „Liedgut auf Leergut“ (die neuere Ausgabe mit dem „Fritze kriegt die Ohren voll getutet“ Cover) können unter Zuhilfenahme der 4-Foto-Kombination des rechten Klappelementes Erfolg versprechende Mundstellungsversionen studieren. Einzig das Lippenspiel bei Peters Bild macht beim Flaschenblasen keinen Sinn. Wir können dieses Gesicht jedoch für Situationen empfehlen, in denen man den Geburtstag seiner Freundin vergessen hat oder einem eine Straßenbahn über den Fuß rollt.

So weit die Fanpost. Vielleicht kommt ja noch was dazu. Der eine oder andere schien uns gestern in Datteln ja gemocht zu haben. Wir gratulieren Helmut Sanftenschneider zum offensichtlichen Erfolg seiner Reihe „Nachtschnittchen“, fein, dass wir den Kollegen Johann König und Kay Magnus Sting mal wieder zusehen durften.

Außerdem sind wir jetzt zum zweiten Mal hintereinander in NRW nirgendwo im Stau hängen geblieben. Und gerade scheint auch noch die Sonne friedlich vom Himmel herunter. Schon etwas verdächtig, diese aufdringliche Reibungslosigkeit…

Was da wohl noch kommt?

Wir sind wachsam!

Di-13-November-2007

Gestern haben wir uns einen freien Tag gegönnt. Einfach mal so einen Montag lang gar nichts gemacht, was die Überschrift „Arbeit“ verdient hätte. Beinah wäre es gar nicht dazu gekommen. Dann hätte aber am Sonntag bei der Sat 1 „Comedy-Falle“ Aufzeichnung etwas anders laufen müssen. Wir hatten uns im Vorfeld bereit erklärt, im Showsegment „Talente“ gegen 3 andere Darbietungen anzutreten. Das Votum des Publikums wollen wir aber der Fairness halber vor der voraussichtlichen Ausstrahlung am 21.11.07 nicht verraten.

Die Weitergabe einiger anderer Informationen sollte jedoch unproblematisch sein: Das Konzept der Sendung – Prominente veräppeln unbescholtene Normalbürger – wird unter großzügiger Verwendung von Perücken, falschen Zähnen, Dialekten, Uwe Ochsenknecht, Janine Kunze, Jeanette Biedermann und Zack realisiert. Zwischendrin gibt es Kai Pflaume, Werbung und die Talente inkl. uns als Vierte von Vieren, d.h. eher so gegen Ende. Wir zeigen in 90 Sekunden all unsere Facetten.

Ihr solltet jetzt genügend Entscheidungsgrundlage zur Gestaltung eures Fernsehabends am Mittwoch der nächsten Woche haben.

Wer in den nächsten Tagen in Datteln, Leverkusen, Fulda und Salzgitter noch eine Beschäftigung für die Abendstunden sucht, der klickt jetzt geschwind auf „Dates“ und erliegt der Verlockung, uns statt 90 Sekunden bis zu 90 Minuten zuzusehen.

So-11-November-2007

Es gibt Auftritte, die führen einem zwischendurch mal wieder vor Augen, wie gut die Dinge zurzeit laufen. Gerade dadurch, dass eben diese Auftritte nicht wie gewohnt über die Bühne gehen. Man ahnt es womöglich, genau solch einen Auftritt, vielmehr 4 solche Auftritte, haben wir gerade absolvieren... dürfen...

Dabei erwartet man sich ja so einiges, wenn man auf den Deutschen Sportpresseball nach Frankfurt/Main in die Alte Oper engagiert wird. So was sollte man am besten gar nicht tun - also, so einiges erwarten. Engagieren lassen kann man sich trotzdem. Wenn man Roger Cicero ist, darf man dann mit seinem gesamten Orchester auf der Hauptbühne um Aufmerksamkeit buhlen. Einem GlasBlasSing Quintett sollte die Bühnensituation im Saal darunter genügen. Man darf nur nicht den Fehler machen anzunehmen, dass die Leute in ihrer eng geschnürten Ballgarderobe die Absicht haben, aus sich herauszugehen. Vielmehr noch, wenn es sich überwiegend um Journalisten handelt. Die sind ´s gewohnt, zu beobachten und zu analysieren. Sich selbstvergessen in die mentale Obhut von Künstlern zu begeben, ist deren Sache nicht. Wahrscheinlich drücken Journalisten Applaus dadurch aus, dass sie nicht weggucken. Wenn sie dabei auch noch ihr Gespräch unterbrechen, ist das stehenden Ovationen gleichzusetzen.

Von daher lief es gestern Abend eigentlich gar nicht so schlecht. Ab und zu muss einem die Arbeit auch mal wie Arbeit vorkommen. Und wer solche Sätze aufschreiben kann, der sollte sich hüten, sich über irgendetwas zu beklagen.

Hugh, wir haben gesprochen

Do-8-November-2007

Nicht nur Deutschlands Lokomotivführer traten heute erneut in den arbeitskampfbedingten Ausstand. In solidarischem Schulterschluss sind auch die Mitglieder der Interessengemeinschaft deutsche Verkehrsflussverhinderer, kurz IG Stau, nicht zum täglichen Dienst auf der A2 erschienen. Nachdem der Knotenpunkt Kamener Kreuz gestern noch wie gewohnt mit einer 10 km Kraftfahrzeugkolonne versorgt wurde, blieben heute alle relevanten Staupunkte unbesetzt. Selbst auf Infostände für verwirrte Reisende wurde verzichtet. Wie der IG Stau Vorsitzende Theo Niemals-Hundertzwanziger am Morgen verlautbaren ließ, plane man, die Aktionen in den nächsten Tagen bundesweit auszuweiten und sei sich dabei breiter Zustimmung innerhalb der Bevölkerung sicher. Die IG Stau fordert eine Aufstockung in- und ausländischer LKW auf bundesdeutschen Autobahnen um 30 Prozent, um aus den Maut-Mehreinnahmen die anfallenden Straßenschäden durch 30 Prozent mehr Baustellen beheben zu können. Niemals-Hundertzwanziger merkte an, dass seine Organisation auf einen langen und zähen Arbeitskampf eingestellt sei und wies auf die volkswirtschaftlichen Risiken einer dauerhaften Staufreiheit hin: „Wenn immer weniger Kraftfahrzeuge immer weniger Zeit auf den Autobahnen verbringen, wird Deutschland seinen Anteil an der weltweiten CO2-Produktion auf Dauer nicht erbringen können“, so Niemals-Hundertzwanziger. „Es kann niemandem gefallen, dass uns inzwischen Dritte-Welt-Länder in der Stau-Organisation etwas vormachen. Hier hat die Verkehrspolitik eindeutig versagt.“ Erklärtes Ziel der IG Stau sei es, diesem drohenden Abfall ins Mittelmaß entschieden entgegenzuwirken. Wenn nötig, eben auch durch zeitweise komplett ungehinderten Verkehrsfluss. Niemals-Hundertzwanziger betonte weiterhin, dass nicht nur der deutschen Emissionswirtschaft Schäden entstünden, sondern auch das viel gerühmte WIR-Gefühl unter Stauteilnehmern, das für unsere Gesellschaft so bitter notwendige Bewusstsein einer Schicksalsgemeinschaft, einem völlig individualisierten Single-Verkehrswesen zum Opfer zu fallen drohe. „Ich möchte mich auf Reisen nicht alle paar Minuten an eine neue Stoßstange vor mir gewöhnen müssen. Und ist es nicht immer wieder eine Freude, anhand der Lippenbewegungen des Fahrers neben einem festzustellen, dass man den gleichen Radiosender hört? Wir von der IG Stau kämpfen dafür, dass dieses Stück deutscher Kultur nicht einfach verloren geht!“, schloss Theo Niemals-Hundertzwanziger seinen engagierten Vortrag. Ein verbesserter Vorschlag der Gegenseite um Verkehrsminister Tiefensee wird für den heutigen Abend erwartet.

Wir wünschen der IG Stau einen langen, langen Atem

Das GlasBlasSing Quintett

Mo-5-November 2007-2:46 Uhr

Dieser Eintrag erfolgt brühwarmst. Er bezieht sich auf die gerade eben vollzogene „Ein Kutter Buntes“ Ausgabe Nummer 3. Unsere Perspektive verleitet uns zu folgender Aussage:

Wir sind der Meinung, es war Spitze!

Natürlich muss man dies unter „Ein Kutter Buntes“ Parametern beurteilen. Die Stargäste Horst Evers und Carl Einar Häckner waren, wie nicht anders zu erwarten, erste Obersahne. Deswegen laden wir ja Koryphäen dieser Güteklasse ein.

Wir haben 6 komplett neue Lieder vorgestellt und mindestens 3 davon dürfen das Prädikat „ausgemachte Volltreffer“ mit nach Hause nehmen. Das ist übrigens eine richtig gute Ausbeute. Wer dabei war und anderer Meinung ist, möge sich bitte entsprechend im Gästebuch verbreiten.

Ansonsten kann man das ruhig einfach mal so stehen lassen. Denn wir sind, bei allen systemimmanenten Unregelmäßigkeiten, hoch zufrieden mit dem heutigen Abend, danken allen Beteiligten für die fantastische Rundumatmosphäre und lassen uns guter Dinge auf Ausgabe Nummer 4 ein.

Prognose: Ende Februar / Anfang März 2008.

Zugegeben: das ist noch lang hin. Deshalb dies: Am 21. Dezember (ein Freitag) des aktuellen Jahres wird es eine „Best of Ein Kutter Buntes“ Show geben! Hier in Berlin. In einer geräumigeren Location als dem Eastern Comfort Schiff. Mit den besten Songs aller 3 Ausgaben und, je nach Terminlage, den besten Gästen. PLUS: einem anschließenden Live-Set unserer Lieblings-Soul ´n Roll Combo „Kings of Soul ´n Rollness“, welche der Einfachheit halber aus uns und Techniker Jörg besteht. Das heißt: keine Flaschenmusik, sondern handelsübliche Normalinstrumente in ausgebildeten Händen. Und endlich mal Musik von uns, zu der man durchweg und ausgelassen tanzen kann.

Lasst noch ein paar Tage vergehen, dann könnt ihr dazu genau hier auf unserer Seite ein wohlgestaltetes Promofenster mit allen relevanten Informationen begutachten. Es wird gewiss unter Menüpunkt „Programm“ zu finden sein. Ja, wo denn auch sonst...

Jetzt aber erst mal gute Nacht

Euer GlasBlasSing Quintett

Sa-3-November-2007

Wer sitzt da gestern in Kassel in der ersten Reihe? Unser Fan Yannic mit seinen sympathischen Angehörigen. Erneut hat er eine exzellente Figur beim Flaschenspiel gemacht, diesmal an Position 2 mit Frank, d.h. wenn er wie im Gästebuch angekündigt in 2 Wochen in Fulda auch dabei ist, muss er zu Fritze auf Position 1. Es wird für ihn ein Kinderspiel werden. Wir haben uns auch schon überlegt, was wir ihm zur Erweiterung seiner bisher vorbildlichen GlasBlasSing Quintett Kollektion für eine original "Liedgut auf Leergut"-Requisite schenken können.

Ansonsten ritzen wir eine weitere Kerbe für einen gelungen Auftritt in die Stoßstange unseres Busses, auch wenn das Schunkeln am Ende, möglicherweise bestuhlungsbedingt, nicht ganz unseren Vorgaben entsprach und Möhre sich beim Flaschenspiel, entgegen unserer Gewohnheit, in seiner Saalecke einer ziemlich renitenten Verweigerungs-Atmosphäre auszusetzen hatte. Im Großen und Ganzen aber volle Punktzahl für Markus und sein „Theaterstübchen“. Wir kommen gern wieder.

Morgen ist aber erstmal „Kutter Buntes“. Hoffentlich kommen alle. Und bleiben. Und finden es hinterher toll geblieben zu sein. Nachdem sie schon extra gekommen waren.

Ahoi

Do-1-November-2007

Auch die schönsten Beziehungen brauchen mal Veränderung. Manchmal ist es Zeit für eine Pause, obwohl doch noch gar nicht alles im Argen liegt. Wir sagen für einige Zeit Lebwohl zu unserer kleinen Zebrano-Bühne in Berlin. Wir müssen jetzt mal raus, ein bisschen um die Häuser ziehen und ein paar anderen Locations auf die Backstage starren.

Im April 2008 kommen wir dann aber wieder, und zwar gleich drei Mal am Stück. Dennoch sagen wir dem gesamten Zebrano-Team noch einmal Herzlichen Dank für das zurückliegende Jahr. Es hätte besser nicht sein können. Ihr betreibt dort eine großartige Institution.

Ein weiterer Dank geht an die 3 Damen, die auf unserem Abschiedsgastspiel ein großes Herz für Peter an den Tag legten und ihm nach der Show nahezu 20 verschiedene Knaller-Sonnenbrillen überreichten. Was kann man sich als Künstler mehr wünschen als ein mitdenkendes Publikum. Wir, vor allen Dingen jedoch Peter, hätten nichts dagegen, wenn dieses Beispiel Schule machen würde.

Möglichkeiten dazu gibt es im November ja so einige. Kassel – ab an die Wühltische und dann bis morgen Abend!

Die Blasbrothers

So-28-Oktober-2007

An diesem Wochenende konnte man ja erfahren, dass sich Teile der SPD gerade vehement für 130 km/h auf deutschen Autobahnen stark machen. Wir möchten diesen Vorschlag unterstützen. Hätten wir gestern 130 fahren können, wären wir bestimmt keine 7 ½ Stunden von Köln nach Berlin unterwegs gewesen. Wir bitten daher um schnelles Inkrafttreten einer entsprechenden Gesetzesnovelle. Stau-Fans und Stopp-and-Go-Fetischisten sollten zukünftig mal deftig zur Kasse gebeten werden. Unsere Meinung.

In Berlin angekommen fuhren wir direkt zur Kalkscheune und stellten unsere Apparaturen auf die Bühne. Raumtemperatur und Luftfeuchtigkeit befanden sich dabei auf angenehmem Normalniveau. Wenig später öffnete dann „Die Schöne Party“ von Radio 1 ihre Pforten. Ströme von Menschen mit einem Überschuss an Körperwärme und diffusionsgeilen Hautporen verwandelten nun unseren dezent klimatisierten Auftrittsraum bis kurz vor Mitternacht in eine Art finnische Tropensauna. Da wir aber alles harte Burschen sind, haben wir nicht mit der Wimper gezuckt, einmal tief Luft geholt, sind da rein gesprungen und haben losgelegt. Was ´n Alarm! Das ging ja ab wie bei ´ner richtigen Rock ´n Roll Band! Endie hat mit links einen neuen Schweiß-pro-Quadratzentimeter-Hemd-Rekord aufgestellt. Möhre wohl auch, aber er trägt schlauerweise eine kaschierendere Hemdfarbe.

Schlimm ist der Zustand danach: Eben noch ehrlich ausgelaugt und bettschwer von zu viel Künstlerleben und Autobahnverweildauer, und zack! – gleichzeitig aufgepusht bis in die Nasenhaarspitzen! Zum Glück ist ab heute Winterzeit und wir können zumindest eine Stunde Schlafdefizit wieder reinholen.

Allen, denen es in der Kalkscheune mit uns gefallen hat – und ein paar scheinen das ja gewesen zu sein – sei auch hier noch mal unmissverständlich angesagt: am 23.11.07 gibt ´s „Liedgut auf Leergut“ komplett im Postbahnhof. Außerdem mit dabei: Sauerstoff.

Wer so lang nicht warten kann und lieber den zweiten vor dem ersten Schritt tut, der klickt jetzt über diesem Text auf „Programm“, dort dann auf „Ein Kutter Buntes“, informiert sich und sichert sich noch die letzten Restkarten für die Show am kommenden Sonntag.

Für den Moment scheint alles gesagt.

Das GlasBlasSing Quintett

Sa-27-Oktober-2007

Auch die vergangenen 2 Tage sollen einer Bewertung unterzogen werden:

Wir hielten uns durchgängig in der Stadt Köln auf. Dort herrscht gerade Köln Comedy Festival und alles, was im deutschsprachigen Raum mit dem Label „Humorschaffender“ versehen werden kann, hat in diesen zwei Wochen auf einer Kölner Bühne zu erscheinen. Wer sind wir denn, dass wir auch nur eine Sekunde darüber nachgedacht hätten, uns dem zu verweigern. Gut so, denn wenn im deutschsprachigen Raum jemand schunkeln kann, dann ist es der Kölner. Und da wir uns vor unserem schunkelintensiven Schlusslied ordentlich angestrengt hatten, schunkelte die versammelte Köln-Belegschaft im „Atelier-Theater“ jedes Mal dermaßen von links nach rechts, dass wir vom Zusehen fast seekrank geworden wären. Singen kann der Kölner sowieso, man weiß das, er spricht ja auch im Alltag nicht, er singsangt. Dies schlägt sich offensichtlich in einer allgemeinen musikalischen Grundkompetenz nieder. Wir sind von den Leistungen im Rahmen der Mitmachelemente - gesanglich, rhythmisch, flaschenbläserisch – noch wie vor hoch beeindruckt.

Weiterhin ist zum Wesen des Kölners festzustellen, dass er das Geschehen auf der Bühne gern mit dem Nebenmann diskutiert und dazu nicht unbedingt die Pause oder das Ende der Show abzuwarten gewillt ist. Das darf man aber nicht als Störung werten, sondern sollte da nachsichtig sein. Was aus dem Kölner raus muss, das muss aus dem Kölner raus.

Der CD-Verkauf funktionierte diesmal reibungslos. Wir haben den Begriff „CD Mitnehmen“ zum Ende der Show unmissverständlich definiert und alle Interessenten sind unserer Auslegung des Sachverhalts gefolgt.

Somit war eigentlich alles super. Da wir die Feierei mit den lieben Kollegen am ersten Abend wahrlich nicht untertrieben hatten, fehlte uns am zweiten Abend ein wenig der Elan für einen standesgemäßen Gastspielabschlussumtrunk. Dadurch kamen Endie und Fritze in ihrer Unterkunft zwischen 00:13 und 01:38 Uhr völlig überraschend in den Genuss eines nachbarlichen Gratis-DJ-Sets orientalischer Popsongs. Sie möchten auf diesem Wege noch einmal ausdrücklich die Mühe des edlen Spenders, insbesondere die gewissenhafte Aussteuerung der Bässe, würdigen. Wäre es möglich, uns die Original-CDs zuzusenden? Endie und Fritze würden sie gern gemütlich und in aller Ruhe mit dem Hammer zerschlagen, anschließend verbrennen und in die Luft sprengen.

vielen Dank im Voraus sagt

Das GlasBlasSing Quintett

Mi-24-Oktober-2007

Herbst ist blöd. Jedenfalls wenn er so daher kommt wie heute. Grau, kalt, feucht – ist doch keine Art. Schon gehen im Bus die Diskussionen über die beste Strategie los, wie denn die Heizung einzustellen sei. Monatelang brachliegende Fundamentalismen prallen urplötzlich wieder aufeinander, dabei war doch gerade noch alles schön. Wegen gestern Abend. Feine Show in der gut gefüllten Rostocker Hochschule für Musik und Theater. Ergreifend der Anblick gelöst singender und schunkelnder Waterkantler zum Ende des Programms. Beruhigend, dass der erstmalig eingesetzte neue Anfang von „Liedgut auf Leergut“ hielt, was wir uns von ihm versprachen. Gut, an anderer Stelle musste dann wieder Lehrgeld bezahlt werden. Diesbezüglich ein Hinweis an den einen oder anderen Rostocker: Ja, für die Show musste kein Eintritt entrichtet werden, da es sich um eine gesponserte Veranstaltungsreihe handelt. Ja, die Postkarten von uns konnten ebenfalls kostenlos vom Merchandising-Tisch mitgenommen werden. Nein, mit unserer CD verhielt es sich nicht so. Wir empfehlen daher für ´s nächste Mal, im Zweifelsfall einfach nachzufragen...

Trotzdem viel Spaß beim Hören.

Das GlasBlasSing Quintett

Sa-20-Oktober-2007

Wir sind auf dem Weg zurück aus Bremen nach Berlin und irgendwas ist komisch. Irgendwas ist anders als auf der letzten Bremen-Rückfahrt im Februar. Es fehlt was. So ein Geräusch. Das Geräusch einer Erste-Hilfe-Glitzerplane, mit der man eine ausgeschlagene Fensterscheibe notdürftig ersetzt hat. So ein ohrenbetäubendes, rhythmisches Rascheln und Vibrieren. Das fehlt heute. Muss daran liegen, dass uns diesmal niemand ein Loch in den Seitenausguck gehauen hat, um Techniker Jörgs Equipmentkoffer widerrechtlich und in bloßer Veräußerungsabsicht an sich zu nehmen. Kommt uns ganz gelegen, jetzt, wo wir mal frei haben am Wochenende. Dass sich da niemand um so was kümmern muss.

Irgendetwas war gestern in Bremen noch anders als beim letzten Mal. Die sonst eher freiflächig vor sich hindösende Umgebung des „Schlachthof“s hat sich seit gestern in den - so wurde uns gesagt - drittgrößten Rummelplatz Deutschlands verwandelt und da geht ´s jetzt 2 Wochen lang rund... „undnocheinmaldasistsuperdasisttoll...“, das HuIsHu der Fahrgeschäftbranche, herausragend aus einem Meer von Amüsier- und Alles-was-dick-macht-Hütten, großzügig angeschlossenen Lichtquellen und muskulös produzierter Musik, um die Menschen aus ihren Wohnstuben zu locken und den einen oder anderen potenziellen Flaschenmusikfan auch an unseren Plakaten vorbei ins Reich von Zuckerwatte und Berg-und-Tal-Bahn. Den tapferen 80, die sich dennoch bis zu uns durchgeschlagen haben, möchten wir noch einmal unseren tief empfundenen Dank für den großartigen Abend aussprechen. Das gegen Programmende deutlich von draußen zu vernehmende Kirmes-Eröffnungsfeuerwerk passte perfekt zur Stimmung im Saal. Wir fühlten uns beglückt und geschmeichelt.

Geschmeichelt fühlt sich auch Endie von Gästebucheintrag 172, auch wenn der Vorschlag von Marie (24) eine gewisse Ernsthaftigkeit vermissen lässt, andernfalls würde sie sich gewiss nicht so konsequent anonym verhalten haben. Außerdem trinkt Endie gar keinen Kaffee. Das wird dann wohl nichts.

Am kommenden Dienstag (23.10.) gibt es „Liedgut auf Leergut“ in der Musikhochschule Rostock. Das Script zum Seminar liegt im Sekretariat zum Kopieren bereit. Die für einen Teilnahmeschein erforderliche Flaschen-Arrangement-Übung ist bis spätestens eine Stunde vor Showbeginn bei unserem HiWi Jörg einzureichen. Die drei besten Arbeiten werden nach Konzertende an der Bar diskutiert und spontan aufgeführt.

Die Fachbereichsleitung

Di-16-Oktober-2007

Na, lief doch gestern Abend alles so wie verabredet. Die Sendung ging zwar 10 Minuten früher als veranschlagt los, ansonsten haben wir aber diesmal nichts weiter zu meckern, was recht ungewöhnlich für die klingen muss, die uns schon mal intern kurz nach Auftritten erleben durften...

Die CD war auch schön groß im Bild. Wer schon länger ein Exemplar von „Liedgut auf Leergut“ besitzt, wird das neue Cover bemerkt haben. Dieses verfügt neben dem bewährten Kreuzklapp-Design nunmehr über 2 Einschubtaschen, welche dereinst auch Platz für „Liedgut auf Leergut Teil II“ bieten werden. Eigner der ersten Auflage freuen sich jetzt über den Besitz einer raren Sammlerausgabe und schweißen das Cover zwecks Altersvorsorge vakuumversiegelt und sorgfältig ein.

Außerdem ereilte uns während unserer sehr angenehmen Österreich-Gastspiele in Braunau und Frankenburg die Nachricht unseres lieben Kollegen Carl Einar Häckner, dass er unserer Einladung zum nächsten „Kutter Buntes“ (4.11.) gewillt ist Folge zu leisten, so dass wir diese Personalie jetzt auch veröffentlichen können.

Für kommenden Donnerstag (18.10. - der ursprüngliche Termin 16.10. musste verschoben werden) empfehlen wir allen Menschen in Berlin einen Besuch im Zebrano-Theater. Es gilt, dort Sebastian Krämers neues Programm „Krämer bei Nacht“ zu genießen. Wir werden auch da sein und mit ihm zusammen eines seiner neuen Chansons aufführen, delikat durch unsere Stimmen und Flaschen untermalt. Doch auch ohne uns sei dem Erwerb von Eintrittskarten ausdrücklich zugeraten.

Gleiches gilt für den „Schlachthof“ in Bremen am kommenden Freitag (19.10.). Diesmal aber mit uns, und ohne Sebastian Krämer. Der muss ja auch mal Luft holen.

jawoll

Das GlasBlasSing Quintett

Mo-15-Oktober-2007-22:40 Uhr

Wir sind auf dem Weg ins Hotel und der Auffassung, wir erzählen mal wie ´s war, bevor ´s nachher noch ganz anders rüberkommt…

In unserer Wahrnehmung haben wir bei TV Total heute am frühen Abend einen durchaus anständigen Auftritt hingelegt. Die Leute im Studio haben auf sehr ermunternde Art und Weise reagiert. Der Mann mit den bekanntermaßen zu vielen Zähnen im Gesicht hat sowohl unseren Bandnamen zumeist fehlerfrei aufgesagt als auch unsere CD und ein paar ausgewählte Live-Termine in die Öffentlichkeit hinauspromotet. Jetzt hoffen wir auf die Gnade der Cutter. Ab 23:20 Uhr geht ´s los. Waren wir überzeugend genug, dass man uns nicht auf 4 mal 15 Sekunden Werbeunterbrechungsschnittbilder zusammenschnibbelt? Sind Jimmy Blue Ochsenknecht und Aiman Abdallah in jeder Sekunde ihrer Auftritte unantastbar? Wenn alles wie versprochen läuft, seht ihr uns - zwar durch Werbung unterbrochen - aber dennoch mehr als ausreichend „Mission Impossible“ und „My Sharona“ darbieten. Weil, genauso haben wir ´s ja auch gemacht. Jedes der beiden Lieder 2 Mal in den Saal geschmettert, artig gelächelt und uns dann backstage an den Kühlschrank mit den Veltins verdrückt, um die Stimmbänder zu kühlen…

Es bleibt uns nur, der Dinge zu harren, und uns gegebenenfalls hier noch einmal zu Wort zu melden.

Übrigens, die Falschrumbrille ist in der Tat ein äußerst verwirrendes Produkt…

bis gleich

Das GlasBlasSing Quartett mit 6 Leuten

 

So-7-Oktober-2007

Der Urlaub ist rum. Ohne lang zu fackeln ging ´s wieder auf die Piste. Eindrücke:

Mi-3-Oktober-2007

Es ist Feiertag. Das ist gut. Die Straßen werden frei sein. Wir brausen pünktlich um 6:00 Uhr einmal schnurgerade nach links durch die Republik und machen erst um 11:15 Uhr in Tubbergen halt. Tubbergen liegt in den Niederlanden. Tubbergen feiert den Tag der deutschen Einheit nicht. Erst recht nicht öffentlich. Öffentlich begangen wird zum 11. Mal die Glaskunstausstellung „Glasrijk“. Wir passen aus leicht ersichtlichen Gründen sehr gut in dieses Umfeld. Das Wetter ist Quatsch mit Soße, der Auftrittsort ein pittoreskes Spiegelzelt im Stadtzentrum. Wir dürfen in deutscher Sprache moderieren. Das erleichtert manches. Bei „Tequila“ entlocken wir den Leuten lautes Mitstampfen nicht wie üblich mit dem Hinweis, es müsse klingen, als würden „die Russen kommen“. Die Variation, dass es klingen solle, als würden die Deutschen kommen, erzielt hier regional bedingt die gleiche Wirkung: das Stampfen rummst vorzüglich. Wir spielen 2 mal 20 Minuten und dürfen mit den Reaktionen sehr zufrieden sein. Ein weiterer Auftritt vor den vermeintlichen Hauptsponsoren geht in allgemeiner Nichtzurkenntnisnahme unserer Anwesenheit nach 3 Songs schnell zu Ende. Feierabend. Auch schön. Wir essen anschließend mehrheitlich Biefsteak, trinken Grolsch und fahren dann in unsere Unterkunft inmitten eines Maisfeldes. Der Hotelabgeordnete erklärte uns am Mittag, dass das deren neues Konzept sei – umliegende Bauernhöfe aufkaufen und Appartements anlegen. Den ehemaligen Schweinestall sieht man unserem Quartier keinen Zentimeter weit an. Auch olfaktorisch ist alles bestens, will heißen, es riecht höchstens nach uns. RTL II zeigt „Werner beinhart“. Wir sprechen die Trickfilmszenen kollektiv mit und beömmeln uns. Ok, wir haben im örtlichen Plus niederländisches bzw. belgisches Bier gekauft, außerdem stehen in unseren Zimmern scheinbar herrenlose Weinflaschen rum, das macht gesellig. Deswegen schauen wir jetzt „Die Goldene Stimmgabel“ Verleihung im ZDF mit Dieter Thomas Heck zu Ende. Es gewinnen Tokio Hotel, Andrea Berg, Spastelruther Katzen... Sieger in der Kategorie „Deutschrock Progressiv“ – Heinz Rudolf Kunze. Wir trauen unseren Sinnen nicht mehr so richtig. Bier und Wein, das haut rein... „Platin Lifetime Award“ für Rolf Zuckowski. Rolf Zuckowski hat vor einigen Tagen eine „Liedgut auf Leergut“ CD bestellt, bisher aber noch nicht bezahlt. Er soll jetzt bloß nicht annehmen, dass wir sie ihm schenken. Gerade stellen wir fest, dass auf 3sat „Barbarella“ läuft. Das ist jetzt zu viel. Wir müssen ins Bett.

Do-4-Oktober 2007

Allseits wohl geschlafen. Dann holländisch gefrühstückt. Käse können die ja, Brot eher nicht so. Punktabzüge wegen einerseits übertriebener Fluffigkeit, andererseits zu vielen Rosinen. Stolle gibt ´s für uns erst zu Weihnachten. Ansonsten alles prima. Wir proben noch 2 Stunden für den nächsten „Kutter Buntes“ (4. November!) und pferchen uns dann in den Bus. Zwischenstopp in Leverkusen in der Managementzentrale, wo wir weitere Manipulationsstrategien für den deutschsprachigen Unterhaltungsmarkt mit dem Ziel totaler Dominanz zum Zweck rücksichtsloser Selbstbereicherung besprechen. Am Ende lachen wir kollektiv auf Furcht erregende Weise hämisch und setzen unseren Fahrtweg fort. Fritze hat aus lauter Spaß am Strategienentwickeln den Toilettenschlüssel zurückzuhängen vergessen. Wir erfahren es kurz hinter Frankfurt. Es müssen schleunigst Umschlag, Briefmarke und Briefkasten aufgetrieben werden. Arbeitsausfälle unserer operativen Exekutive wegen Verdauungsverschleppung dürfen wir nicht riskieren.

Ansonsten liegt heute weiter nichts an. Es ist Off-Day. Als Nachtlager wurde Nürnberg erkoren. Wir werden noch etwas essen, wir werden noch etwas trinken, wir werden einen Blick auf ´s Konto werfen. Sollte Rolf Zuckowski heute überwiesen haben, werden wir die Aktion Umschlag/Briefmarke/Briefkästen selbstverständlich noch einmal wiederholen. Das gehört sich so.

Fr-5-Oktober 2007

Die Morgenformalitäten sind erledigt, alle uns persönlich nicht gehörenden Schlüssel der Rezeptionskraft überantwortet, wir können uns also auf den Weg zur Arbeit machen. Ein weiterer Auslandseinsatz steht an: Windischgarsten in der Region Phyrn-Priel, welche man eindeutig Österreich zurechnet. Die Leute sprechen genauso, wie wir es erwarten. Die Landschaft gibt sich herbstlich alpin, jedenfalls so weit wir es durch die Regenwolken und Nebelbänke erkennen können. Der „SUUpaaantschitsch“, also der Mike Supancic, Liedermacher aus Wien, muss kurzfristig auch noch als Moderator einspringen, da der Helfried krank geworden ist. Der Abend entwickelt sich gut, die Phyrn-Prieler möchten Spaß haben. Hinter der Bühne riecht es ein bisschen nach Fußballer-Umkleidekabine. Das liegt aber an den Nebenprodukten der Nebelmaschine. Wir verbitten uns dieses Effektelement stets rigoros, besitzen auf diesem Gebiet jedoch offensichtlich eine Minderheitenmeinung. Der „SUUpaaantschitsch“ darf gegen halb 11 endlich in seinem Kerngeschäft ran und das Moderieren unterbrechen. Dös gfollt iam, er höat gua nimma ooaf – das gefällt ihm, er hört gar nicht mehr auf – deswegen ist es dann schließlich halb 1, als wir loslegen können. Wir schlagen uns wacker. Das Publikum schlägt sich wacker. Am Ende wird zu „Abschied“ gewohntermaßen reihum geschunkelt. Danach lassen wir uns noch eine Weile auf die Erzeugnisse des österreichischen Brauwesens ein. Bevor er dazu stößt, denkt sich Endie, dass er die soeben erhaltene Gage besser in seiner Auftrittshose in der Garderobe lässt – nicht dass die im Eifer der Geselligkeit noch abhanden kommt. Grundsätzlich ein vernünftiger Gedanke, der einen beruhigt zu Bett gehen lässt.

Sa-6-Oktober 2007

Österreichische Brauprodukte sind, was den Aspekt „Morgen danach“ anbelangt, nicht die empfehlenswertesten Geselligkeitskatalysatoren. Stimmungsaufhellend wirkt das Suchspiel „Wo ist das Geld aus Endies Hose hin?“ dabei auch nicht. Oft müssen Spiele dieser Art ohne Gewinner ergebnislos abgebrochen werden. Wir haben Glück. Das ausgelobte gelbe Kuvert befindet sich tief im Müllsack der verdatterten Putzfrau. Wir nehmen es mit Humor dort heraus. Endie weiß jetzt, dass es einen Grund für das Vorhandensein von Knopf und Knopfloch an seiner Auftrittshosengesäßtasche gibt.

Wir haben nun Dresden anzusteuern, dazu nimmt man am besten den Weg über die Tschechische Republik. Unser Navigationssystem behandelt die Tschechische Republik wie BMW-Fahrer Tempolimits – als gäbe es sie nicht. Wir schlagen uns also mit dem Reiseatlas durch. Erstmal nimmt man die Landstraße bis Prag. Tschechen haben es grundsätzlich nicht eilig. 80 auf der Landstraße müssen reichen. Wir bewundern die einheimische Unaufgeregtheit. Da hat man auch mal Zeit sich die Landschaft anzusehen. Trotzdem gefällt uns an Prag heute vor allen Dingen die Autobahn Richtung Dresden am besten. Die führt mittlerweile um Teplice herum. Schade. Wo da doch die Frauen immer so nett in den Fenstern tanzen. Am deutschen Grenzübergang braucht man 15 Minuten zur Durchleuchtung unserer Reisedokumente. Dann bestehen wir geschlossen den Test Passbild/Realvisage und können kurz darauf unsere Reise nach 6 Stunden als beendet erklären, indem wir das Terrain des Dresdener Varieté- und Zirkusfestivals entern. Diesmal nicht als Teilnehmer wie im letzten Jahr, sondern als „Showact“. Das können wir inzwischen. Dies Jahr hat der MDR noch ein paar Kameras mehr aufgebaut. Ins Fernsehen kommen wir trotzdem wieder nicht. Während unseres Auftritts wird ausschließlich das Publikum gefilmt. Es läuft recht gut. Wir sind gespannt, welche der offiziellen Wettbewerbs-Darbietungen oder Moderationen mit der von uns erzeugten Freude in den Publikumsgesichtern kombiniert wird (am Sonntagabend um 22 Uhr kann man sich das im MDR ansehen). Nach der Show hängen wir noch ein bisschen am Buffet rum, spielen „anwesende MDR-ModeratorInnen-Zählen“, kommen immerhin auf 5 und gestehen uns dann ein, dass wir überwiegend ins Bett müssen. Ein abschließender Blick ins Internet sorgt für Erleichterung. Rolf Zuckowskis Bank hat endlich die Kohle rausgerückt. Der Umschlag mit der CD plumpst in den Briefkasten. Morgen früh. So viel Zeit muss diesmal sein.

Mo-17-September-2007

Allem Anschein nach machen wir gerade tatsächlich ernst und ziehen die Nummer rigoros durch - liebe Freunde: Das GlasBlasSing Quintett nimmt sich zwei Wochen Urlaub.

Diejenigen unter uns, die nicht richtig nachgedacht haben, steigen ins Auto und fahren weg – na, das nennt man doch mal richtig Abwechslung! Die Schlauen räumen ihre Wohnung auf, machen ihre Steuererklärung und lernen endlich mal ihre Nachbarn kennen. Wenn die Schlauen unter uns dann aber vor lauter Zuhauseheimeligkeit auch nicht richtig nachgedacht und sich dekorative Zimmerpflanzen zwecks Wohnatmosphärenpimpings zugelegt haben, stehen sie ab Oktober ziemlich doof da. Pflanzen gehen grundsätzlich nicht zum Wasserhahn, wenn sie durstig sind. Sie lassen gießen. Wenn keiner zum Gießen da ist, gehen sie grundsätzlich zugrunde. Von uns wird im Oktober keiner viel Zeit zuhause verbringen. Diejenigen unter uns, die anfangs scheinbar nicht nachgedacht hatten und weiterhin auf Achse waren, sind am Ende vielleicht doch die Schlaueren, weil sie jegliche Umstellung zu vermeiden wussten. Man wird sehen…


Ende September melden wir uns jedenfalls mit einem fulminanten Newsletter für den goldenen Oktober zurück. Ausgeplaudert sei schon mal, dass wir ein kurzes Flaschenblas-Seminar in einer Fernsehsendung namens TV Total geben dürfen.

Zu Thema Newsletter wäre noch zu erwähnen, dass es sich bei den Zeilen, die ihr hier gerade lest, nicht um unseren Newsletter handelt. Der wird Monat für Monat inhaltlich gesondert verfasst und kann gleich rechts auf dieser Seite abonniert werden. Da es offenbar hier und da Verwechslungen gab, weisen wir noch mal drauf hin.

So, bevor wir die Flaschen in den Safe sperren, haben wir noch eine Galerie für euch. Die Bilder entstanden am 9. September in Hamburg auf der „Nacht der Legenden“. Leuten, die es peinlich finden, wenn man sich enthemmt grinsend und gehäuft mit Schwer- und Schwerstprominenten fotografieren lässt, raten wir von einer Aktivierung des nun folgenden Links Pop-up erlauben, bitte. ab.

bis bald

Das GlasBlasSing Quintett

Di-28-August-2007

Ein weiterer Einblick in die aktuellen Lebenszusammenhänge des GlasBlasSing Quintetts darf bei Interesse mittels des nun folgenden Links genommen werden: Pop-up erlauben, bitte.

Sa-25-August-2007

Die bekannte Band „Zärtlichkeiten mit Freunden“, die wir beruflich wie auch privat sehr lieb haben, veröffentlicht allmonatlich einen äußerst lesenwerten Newsletter, dessen Abonnement sich selbst ohne Interesse an den dort beworbenen Veranstaltungen lohnt. In der letzten Ausgabe berichtete Bandagitator Cordula Zwischenfisch, wie immer im Namen der gesamten Band, von erfolgreichen Wind- und Kitesurfaktivitäten im Rahmen eines Engagements auf der Ostseeinsel Ummanz bei Rügen. Auch wir gaben jüngst ein Gastspiel dort, in eben jenem feinen Surf-Hostel, das auch die preisüberhäuften Kollegen beherbergte.

Natürlich sind auch wir in klamme Neopren-Anzüge geklettert und haben uns dem launischen Spiel des Windes ausgeliefert. Da wir nur einen Nachmittag Zeit zum üben hatten, reicht das Thema aber lediglich für den Beginn des heutigen Eintrages, einen ganzen Newsletter lang können wir nicht davon erzählen. Leider haben wir auch noch vergessen, Fotos zu machen. Und uns den Nacken- und Gesichtsbereich mit Sonnencreme einzureiben. Die Abende verbrachten wir zusammen mit anderen Hostelgästen im geräumigen Clubhaus einmal bei einer ausgelassenen Partie Chinesisch und zum zweiten bei einer Livemusikaufführung nach alter Väter Sitte. Gespielt haben wir, in schwarzen Hemden und weinroten Krawatten, mit richtigen Instrumenten vor den Bäuchen und als „Kings Of Soul ´n Rollness“ mit einem noch unaussprechlicheren Bandnamen als sonst auf dem Plakat. Diesmal hat zum Glück jemand den Fotoapparat bedient, die Bilder gibt ´s demnächst hier zu sehen.

Zum gelungenen Wochenende hat auch das zur Abwechslung mal sommerliche Wetter beigetragen, das uns eine Woche zuvor noch ziemlich im Stich ließ. Passenderweise standen zwei Open Air Auftritte an. In Halberstadt konnten wir den Regen gerade noch rechtzeitig eine halbe Stunde vor Auftrittsbeginn zum Aufhören überreden, so dass unser Heimatgastspiel das erhoffte Fest werden konnte. In Grimma am Tag danach hat er dann aber gemacht, was er wollte. Wir können dennoch einen gelungen Auftritt auf der riesigen Marktbühne vermelden und teilen den Eindruck von Steffi Poller, Gästebucheintrag Nummer 153, nicht unbedingt, dass die meisten Leute nur dumm herumgestanden und auf „Silly“ gewartet haben. Trotzdem bedanken wir uns für den mit Lob nicht geizenden Eintrag und beantworten auch gern die beiden Fragen in aller Öffentlichkeit.

Ob uns diese Fragen vorher schon mal gestellt wurden? Was meint ihr?

Also: Wir bringen die Flaschen in der Regel gestimmt zu den Auftritten mit, und frisch gestimmt halten die dann so für 3-4 Auftritte, wenn wir auf der Bühne nichts verschütten und nach dem Auftritt schön diszipliniert sofort aufdeckeln. Als Referenzinstrumente dienen wohl temperierte Tasteninstrumente in den eigenen Wohnstuben oder der Bühnenperipherie der uns einladenden Theater. Ist kein Instrument zur Hand, erinnert man sich an den Quintenzirkel, nimmt eine leere 0,33l Longneck Flasche (ein E) oder eine leere 0,5l Longneck Flasche (Cis) und behilft sich so. Unser gerade in Arbeit befindliches „Lehrbuch für Liedgut auf Leergut“ wird nach Fertigstellung auf alle Flaschenmusikfragen gut recherchierte Antworten geben können.

Mit unserem Auftritt im Stadtpark Saarbrücken am 13. August haben wir endlich alle 16 voll machen können, d.h. es gibt jetzt kein deutsches Bundesland mehr, das von sich behaupten darf: „Wir haben die Flaschenkasper bei uns nicht rein gelassen!“

Aber Angst, dass uns die Ziele ausgehen, haben wir nicht. Das Lehrbuch wurde bereits erwähnt. Zurzeit nehmen wir zwischen den Dienstreisen in eure Heimatstädte die zweite „Liedgut auf Leergut“ CD auf, damit ihr möglichst bald alle eure Flaschenmusik-Lieblingslieder zusammen auf die IPods laden könnt. Und die nächste „Kutter Buntes“ Show will auch langsam vorbereitet werden. Neue Lieder sind zum Glück schon geschrieben, jetzt sehen wir mal, ob sie auch zu unseren Flaschen passen.

Die bekannte Band „Zärtlichkeiten mit Freunden“, die wir beruflich wie auch privat sehr lieb haben, hoffen wir diesmal als Stargäste verpflichten zu können. Wenn ´s klappt, werden wir sicherlich auch im äußerst empfehlenswerten Newsletter der beiden nebenberuflichen Wind- und Kitesurflegenden beworben. Und das ist doch noch ein weiteres, lohnendes Ziel für die Zukunft.

An die Arbeit

Das GlasBlasSing Quintett

Di-7-August-2007

Schwupp, schon wieder sind fast 3 Wochen dahin galoppiert. Und? Was habt ihr in dieser Zeit so alles gemacht?

War´s denn schön?

Na, das ist doch die Hauptsache...

Wir haben überwiegend im Bus gesessen und uns als Kleinkunstreisende wahrgenommen. Zwischen den Fahrten sind wir zur Abwechslung auch ab und zu mal auf die Bühne gegangen – das hat sich als gute Idee herausgestellt, denn immer nur Auto fahren, das bringt ´s auf Dauer auch nicht. Alle paar Kilometer wird man von Sarah Kuttner, Collien Fernandes bzw. Philipp Lahm über die momentane Prestige-Situation von Rasern informiert. Sarah Kuttner wurde in dieser Troika die Kernkompetenz Grips zugeteilt, Collien Fernandes ist verantwortlich für Sexyness, Philipp Lahm Coolness-Beauftragter. Rasern sprechen die 3 ziemlich eindeutig jegliche Eignung in den angegebenen Kategorien ab. Puh, da werden die Raser aber ganz schön kochen vor Wut. Doof, hässlich und uncool sein – das sitzt. Da hilft das schnellste Auto nix. Arme Raser.

Uncool ist es ja auch, sich über exorbitante Tankshopppreise aufzuregen. Jeder weiß ja nun, dass die da ein schwer nachvollziehbares Preis-Leistungssystem haben. Wer das umgehen will, muss sich halt eine gut bestückte Brotbüchse einstecken. Aber die Firma, die diese abgepackten Sandwich-Dreiecke vertreibt, die verdient fast schon Respekt für die Frechheit, 2 Scheiben ollen Toast mit lifestylemäßig benannten Allerweltsbelag für mancherorts 3,60 € zu verkaufen.

Soweit zu unseren Alltagsproblemen. Allzu viele haben wir im Moment zum Glück gar nicht, die erfreulichen Seiten überwiegen. Das liegt hauptsächlich daran, dass ihr uns überall so nett behandelt, was mittlerweile schon so sehr abgefärbt hat, dass wir uns ab und an sogar gegenseitig beunruhigend nett behandeln. Von der heilenden Kraft der Flaschenmusik zu sprechen, scheint inzwischen nicht mehr übertrieben...

Falls ihr mal sehen wollt, wie es aussehen könnte, wenn uns der Erfolg demnächst zu Kopf steigt – die Mitarbeiter unseres Bandarchivs haben dazu eine entsprechende Fotostrecke zusammengestellt. Pop-up erlauben, bitte.

Um vor einer Entwicklung wie in der Galerie beschrieben gefeit zu sein, haben wir uns je ein Sarah Kuttner, Collien Fernandes und Philipp Lahm Raser-Poster in den Probenraum gehängt und den Begriff „Raser“ mit dem Begriff „überkandidelte Kleinkunstaufsteiger“ überklebt. Jetzt kann nichts mehr passieren.

Bis zum nächsten Mal weiterhin cool, schlau und sexy

Euer GlasBlasSing Quintett

Do 19-07-2007

Liebe Freunde, wir hinterlegen hier noch schnell eine Galerie Pop-up erlauben, bitte.

Jetzt aber schnell die Treppe runter, der Bus wartet schon...

bis bald

Di-17-07-2007

Bevor wir zum heutigen Newseintrag übergehen, möchten wir David Hasselhoff anlässlich seines 55. Geburtstages unsere herzlichsten Glückwünsche ausrichten und ihm sowohl beruflich als auch privat alles erdenklich Gute wünschen, vor allen Dingen Gesundheit.